MEIN WEG IN DEN BERUF
Ein Projekt der UKS in Zusammenarbeit mit dem Bürgerzentrum Chorweiler 

Praktikum im Restaurant Maître

Das dreiwöchige Betriebspraktikum in der Küche des „Maître“ hat uns viel gebracht. Wir lernten sehr viel über
Disziplin, Teamarbeit, kreatives Arbeiten und Sozialverhalten.
Das „Maître“ ist der französischen Küchentradition verpflichtet und serviert zu jeder Jahreszeit die passenden Gerichte und Menüs. So lernten wir alle unterschiedlichen Küchenabteilungen sowie die darin anfallenden Arbeiten kennen.
Für uns gehörten Kartoffel schälen, Spinat putzen und auch Zwiebeln schälen zum Alltag. Mehr Spaß machte uns die Zubereitung von Pralinen und Desserts. 
Außerdem lernten wir den ordentlichen Gebrauch von Küchengeräten und Messern. Einige Rezepte durften wir auch mit nach Hause nehmen, aber die meisten sind Geheimrezepte des Meisterkochs.
Zum Beruf des Kochs gehört auch, dass man alles, was man gekocht hat, probiert. Das Schlimmste, was wir probieren mussten, waren Austern. Aber abgesehen davon hat uns das Praktikum sehr viel Spaß gemacht und eine Menge gebracht.
P.B. / J.S. / Stufe 10

Nachtrag
Nach diesem Praktikum bekam ich die große Chance noch einmal ein einwöchiges Praktikum zu machen. Dieses Praktikum führte dazu, dass ich im Sommer meine Ausbildung im Maître beginnen kann.
Pierre B.



Veröffentlichung in der Zeitung „Streitkräfte“, Montag, 6.12.2004 

Eine neue Welt entdecken
Es war für alle eine Premiere – für die Stammdienststelle des Heeres (SDH) in Köln-Longerich ebenso wie für die drei Schülerinnen der Ursula-Kuhr-Schule in Köln-Weiler. Sarah K., Rebecca D. und Jennifer R. haben einen eher ungewöhnlichen Weg gewählt und ihr Berufsfindungspraktikum bei der SDH in der Lüttich-Kaserne absolviert. „Mein Onkel war früher auch bei der Bundwehr, er hat mich neugierig gemacht“, sagt R. D. Ihre Freundinnen hat sie dann einfach überredet und mitgebracht. Und so erhielten die drei Einblicke in die Personalführung der Unteroffiziere des Heeres sowie in die Abteilungen des SDH, nahmen an einer Erste-Hilfe-Ausbildung teil und brachten – mit Blasen an den Füßen – einen zehn Kilometer Leistungsmarsch hinter sich. Nicht ohne Stolz auf ihre eigene Leistung zogen sie Bilanz: „Die Tage gingen viel zu schnell vorbei. Wir würden es jederzeit wieder machen.“ 

Ich habe mein dreiwöchiges Praktikum bei der Stammdienststelle des Heeres absolviert
und möchte euch darüber ein bisschen berichten:
Dort ist es nicht so wie in anderen Kasernen, weil das eine Verwaltungskaserne ist. Der Betrieb verwaltet alle Kasernen und Soldaten in ganz Deutschland. Zur Zeit sind ca. 500 Soldaten und zivile Mitarbeiter in der Kaserne angestellt. Die Kaserne wurde um 1960 gebaut. Es gibt dort 14 Abteilungen und jede hat eine andere Aufgabe. Die Abteilungen in den Kasernen werden Dezernte genannt. Direkt in der Kaserne werden keine Menschen ausgebildet. Bei der Bundeswehr ist es anders als in zivilen Betrieben, weil es dort strenger ist und andere Regelungen gelten. Es gibt dort Dienstgrade, die etwas über die Befugnisse aussagen. Bei der SDH ist ein Brigadegeneral der Leiter, insgesamt gibt es ziemlich viele Vorgesetzte. In jedem Dezernat ist ein Vorgesetzter, das ist immer der mit dem höchsten Dienstgrad. Im Dezernat 13 werden Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten bearbeitet. Die Mitarbeiter dort helfen den Soldaten und den zivilen Mitarbeitern und sorgen mit, dass alles läuft. Sie sind auch dafür zuständig, wenn Mitarbeiter Probleme oder Sorgen haben. Bei der Bundeswehr wird natürlich auch EDV benutzt und das sehr verstärkt, weil dort von jedem Soldaten z. B. der Lebenslauf abgespeichert wird. So wird den Mitarbeitern die Arbeit auch erleichtert, da sie dann nicht jedes Mal die Akten durchwühlen müssen, sondern aller per Knopfdruck erledigen können.

Ich habe oft in der Poststelle der Kaserne gearbeitet. Dort wurde ich mit folgenden Aufgaben betraut: Post öffnen, sortieren, Briefe einpacken, adressieren, Post verteilen, einsammeln. Man muss dort sehr genau arbeiten, da die Post sonst nicht richtig ankommt. Die meiste Zeit steht man und arbeitet mit Händen, Computern und einer Öffnungsmaschine. In den Räumen ist es sehr angenehm warm, auch sauber und ruhig, da man sehr konzentriert arbeiten muss. Man sollte gut in Deutsch und Mathematik sein, um diese Aufgaben sicher und gut erledigen zu können. Eine Verwaltungsfachgestellte oder Bürokauffrau ist auch nötig. Man kann sich dort sehr gut weiterbilden, aber nur als Soldat. Man kann auch durch gut geleistete Arbeit und bestandene Lehrgänge befördert werden.

Am 10.11.2004 war ein besonderer Tag. Um 7.45 kam ich in der Kaserne an und zog meine Uniform an. Anschließend ging ich zum Kompaniechef W. ins Büro. Er fuhr mit mir zur Schießbahn der Bundeswehr, dort schaute ich den Soldaten bei den Schießübungen zu. Es war ziemlich interessant, da man das ja nicht jeden Tag sieht. Der Leiter von der Schießbahn hat mir dann erklärt, welche Schießübungen die Soldaten und Wächter erfüllen müssen, damit sie ihren Job behalten können. Als wir wieder in der Kaserne waren, hat mich der Kompaniechef zum Hauptmann und zum Stabsunteroffizier F. gebracht. Die gingen mit mir zur Waffenkammer. Da haben sie mir viel über die Waffen erzählt, wie sie entstanden sind, wie man die lädt und hält. Ich durfte die Waffen auch selbst halten. Der Tag war sehr informationsreich und hat mir sehr gefallen.
Jennifer R., 10A1


Das Filmprojekt „Mein Weg in den Beruf“ ist eine wertvolle Ergänzung unseres Berufswahlunterrichtes. 
Ziele dieses Projektes sind u. a.: 
für die Schüler: 
  • Erweiterung ihrer ökonomischen Sach-, Urteils- sowie Entscheidungs- und Handlungskompetenz durch konkrete und anschauliche Vorstellung von Betrieben und Berufen sowie deren Anforderungen, 
  • Verstärkung ihrer Kompetenzerfahrung und ihres Selbstwertgefühls, 
  • Bewusste Wahrnehmung der Anforderungen des Arbeitslebens und Förderung ihrer Ausdrucksfähigkeit durch freie Äußerungen vor der Kamera, 
  • Darstellung von Problemen und Lösungsalternativen aus unterschiedlicher Perspektive der Praktikanten und Firmenvertreter, 
  • Methodentraining durch konkrete Erfahrung von Präsentationstechniken und selbstverständlicherer Umgang mit dem Medium Film, 
  • Hilfe bei ihrer Berufswahl und der Ausbildungsplatzsuche. 
für die Betriebe: 
  • Vermittlung der Anforderungen an Praktikum und Ausbildung durch die Firmenvertreter, 
  • Darstellung und Anerkennung des Engagements der beteiligten Firmen bzgl. der Berufswahlvorbereitung, 
  • Intensivierung des Dialogs zwischen Schule und Betrieb und Erweiterung der Kontakte zur Schule
Mehr Infos zu dem Projekt
Bilder der Abschlusspräsentation im Bürgerzentrum