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Stand:
15.5.2001
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| Vorbemerkung | Bereits 1983 hat unsere Schule ein Schulprogramm erstellt, in dessen Tradition wir bei der Entwicklung eines Schulprogramms bewusst eintreten (siehe Bericht zur Schulprogrammentwicklung). Selbstverständlich ist es nötig, das Schulprogramm den Erfordernissen und Wirklichkeiten des neuen Jahrtausends anzupassen, und deshalb wird der folgende Text und die Gestaltung der Schulorganisation natürlich ausführlich in den nächsten Wochen diskutiert und verändert. Dennoch sind wir erstaunt, wieviele der damals beschriebenen Beobachtungen und Zielvorstellungen heute noch aktuell sind. |
| 1.
Die reale Situation der Hauptschule heute
1.1. Die Schüler der Hauptschule 1.1.1. Allgemeine Feststellungen 1.1.2. Unsere Schüler an der Ursula-Kuhr-Schule 1.2. Die Eltern unserer Hauptschüler 1.3. Die Lehrer der Hauptschule 2.
Der Bildungsauftrag unserer Schule
3.
Konsequenzen für die Organisation und die Erstellung der Stundentafel
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| 1.
Die reale Situation der Hauptschule heute
1.1. Die Schüler der Hauptschule 1.1.1. Allgemeine Feststellungen |
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| Der
Auftrag der Hauptschule ergibt sich aus den „Grundsätzen, Bildungsplänen,
Richtlinien zur Neuordnung der Hauptschule in Nordrhein-Westfalen“ vom
1. Juli 1967 bzw. vom 5. März 1968.
Danach wurde die Hauptschule als eine eigenständige Schule weiterführender Bildung konzipiert, die das Lernen auf konkrete Lebens- und Berufsaufgaben beziehen sollte. Jedoch blieben die Lehrpläne und Leistungskriterien vorwiegend theoretisch-intellektuell orientiert, um die Durchlässigkeit zu anderen weiterführenden Schulen zu gewährleisten. Diese Forderung nach horizontaler Durchlässigkeit in Richtung Gymnasium verstellte aber den Blick für eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten der meisten Hauptschüler. Die bis heute gemachten Erfahrungen mit der Hauptschule zeigen, dass diese Schulform selten bewusst als Berufsvorbereitung gewählt wird, sondern für die meisten Schüler nach der Leistungsauslese in der Grundschule die einzig noch mögliche Schulform darstellt. Die Zahl der Seiteneinsteiger aus Realschulen und Gymnasien, die den Übergang zur Hauptschule zunächst als persönlichen Misserfolg und Abstieg erleben, steigt beständig an. Auch viele Eltern begegnen der Hauptschule nicht vorurteilsfrei. Ferner ist die Hauptschule die Schulform, die vorwiegend auch von Kindern ausländischer Familien, Aussiedlern und sozial Schwächeren besucht wird. Daher muss sie mehr als andere Schulen Hilfen für die Lösung sprachlicher und sozialer Probleme anbieten. Die Kinder, die heute diese Schulform besuchen, entstammen einem anderen Umfeld als vor Jahren; es ist heute für sie weitaus bedrohlicher geworden. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die grundlegenden kindlichen Bedürfnisse von Elternhaus und Schule nur noch unzureichend oder gar nicht befriedigt werden. Zu diesen Grundbedürfnissen zählt Maslow:
vgl. Maslow in Fischer, sm, S. 32ff) Kinder kommen heute in so großer Zahl, wie es heißt „gestört“ an die Schule, dass wir mit Maß-nahmen nicht nachkommen, sondern unsere Maß-stäbe verändern müssen. Ich habe es, seit ich die Kinder als Lehrer wieder täglich beobachte, wiederholt geäußert: ihr Verhalten sei – gemessen an ihrer ge- und zerstörten Umwelt – eher normal. Das Auffälligste an den heutigen Kindern ist ihre ... „Unfähigkeit zu trauen“ (nicht zu trauern) – ein sie beherrschendes Gefühl, zu kurz zu kommen, übergangen, übersehen, überhört, ungerecht belastet und beschuldigt zu werden. Sei schreien sich gegenseitig ständig nieder; sie sind zu einer gemeinsamen Leistung und Ordnung nur unter mathematischer Aufteilung der Aufgaben und Opfer bereit, ... sie sind heftig und fahrig in ihren Bewegungen, von einer überwältigenden Vitalität; sie sind dabei mit ihrem Körper wenig vertraut und noch weniger befreundet; von den Erwachsenen mit mehr Rücksicht behandelt als zu anderen Zeiten sind sie einer solchen selber nicht fähig; ihr Realitätssinn ist beschränkt und intensiv; ihre Empfindlichkeit gegen pädagogisches Verhalten der Erwachsenen steigern sie gegenseitig; angefüllt mit den Weltbildern der Werbeschau ..., ohne Erfahrung mit eigener Existenznot, aber täglich mit den Televisionen von Katastrophe und Verbrechen, von Weltmacht und Weltohnmacht konfrontiert, haben sie ein prall angefülltes Erleben, das wir im Unterricht kaum berühren.(Hentig, S. 97-98) |
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| 1.1.2. Unsere Schüler an der Ursula-Kuhr-Schule | |
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Unsere
Schule wird zur Zeit von 482 Schülerinnen und Schülern (Deutsche
75 %, Ausländer 25 % aus 18 Nationen) aus dem Kölner Norden besucht.
Ca. 20 % kommen jeweils aus den Stadtteilen Volkhoven/Weiler, Heimersdorf/Seeberg.
Etwa 30 % kommen aus den sozialen Brennpunkten Lindweiler und Chorweiler.
(Kreisschaubild Herkunft) 65 % der Schüler
entstammen kinderreichen Familien (Kreisschaubild
Kinderzahl). Die Belastung vieler Familien wird durch die
Arbeitsmarktlage verschärft. In unsere Hauptschule kommen aus den
Grundschulen eher die leistungsschwachen und/oder erziehungsschwierigen
Schüler. Sie sind „in sehr unterschiedlichem Maße bereit, sich
auf die Angebote und Anforderungen der Schule einzulassen. Unterschiede
in Denkmöglichkeiten und Denkgewohnheiten, partielle Schwächen
und/oder Ausfälle, oft psychische Störungen haben Unterschiede
in der Lern- und Bildungsfähigkeit zur Folge“ (Schlüter, S. 128).
Ab Stufe 7, das heißt am Ende der Orientierungsstufe, kommen verstärkt Rückläufer aus Realschulen und Gymnasien. Diese Schüler schaffen die Anforderungen für einen qualifizierten Hauptschulabschluss in prozentual größerer Zahl als die Schüler, die die Hauptschule von Klasse 5 an besuchen. Die Mehrzahl der Hauptschüler erreicht den qualifizierten Hauptschulabschluss nach Klasse 9 nicht. Die Schule, speziell das Zeugnis, verweigert dem Schüler weitgehend die Anerkennung auf Leistungen, die nicht im intellektuellen Bereich liegen: Es ist „nie dazu gekommen, praktische Begabung, sinnvolle und künstlerische Arbeit mit den Händen als wirklich wertvoll gelten zu lassen. Damit wird aber all den Menschen der Stolz auf ihre Arbeit und auf sich selbst genommen, die sich nicht in geistiger Tätigkeit entfalten können. (Holger Börner, in Frankfurter Rundschau, 27.1.1981, zit. nach Schlüter, S. 128) Wir diskutieren, diesem Zustand dadurch entgegenzusteuern, dass der Unterricht weit mehr handlungsorientiert abläuft und dass wir Anlagen zu den Zeugnissen ausgeben, in denen dann verstärkt die praktische Arbeit der Schüler bewertet werden kann. An Freizeiteinrichtungen besteht in unserer Umgebung ein begrenztes Angebot, das aber nur selten an den objektiven Bedürfnissen unserer Schüler orientiert ist. Eine Ausnahme bilden die ortsansässigen Sportvereine, die ein reichhaltiges Programm anbieten, das aber von unseren Schülern kaum angenommen wird (Schwellenangst, mangelnde Vermittlung und Anleitung, Angst vor regelmäßigen Verpflichtungen). Die Mehrzahl unserer Schüler verbringt einen Großteil ihrer Freizeit in Spielhallen, dem Chorweiler City-Center oder vor dem Video-Rekorder und virtuellen Medien. |
| 1.2. Die Eltern unserer Hauptschüler | |
| Die unter 1.1.2. beschriebenen sozialen Verhältnisse betreffen Eltern und Schüler gleichermaßen und führen bei beiden zu gleichen Grundeinstellungen. Durch die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen war die Hauptschule bisher nicht in befriedigendem Umfang in der Lage, die von ihr angestrebten besonderen Bildungsperspektiven zu verwirklichen. Deshalb war es den Eltern vielfach nicht möglich, die Hauptschule in ihrem Wert für ihre Kinder zu erleben. Hinzu kommt bei Teilen der Gesellschaft und manchen Eltern die Erwartung, dass die Schule erzieherische Probleme lösen hilft (Gewaltprävention, Suchtprophylaxe), bei denen die Politik kaum Hilfsangebote macht und die Eltern sich im Stich gelassen fühlen. Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir dem Erziehungsauftrag der Schule in vielen Fällen ohne ausreichende externe Unterstützung gerecht werden müssen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass nur eine geringe Anzahl von Eltern bereit ist, aktiv an der Gestaltung des Schullebens mitzuwirken. Diese Mitarbeitsbereitschaft der Eltern zu verstärken, muss ein Ziel unserer Arbeit sein. Etwas höher ist die Anzahl der Eltern, die bei Schulfesten und Projekten in die Schule kommen, sich informieren und aktiv an der Arbeit beteiligen. | |
| 1.3. Die Lehrer der Hauptschule | |
| Auf
die in den letzten Jahren in starkem Maße veränderten gesellschaftlichen
Gegebenheiten (vgl. Punkt 1 und 2) ist der Lehrer von der Ausbildung her
völlig unzureichend vorbereitet. Die Ausbildungsinhalte erweisen sich
als ungeeignet und widersprüchlich zu den heutigen Bedürfnissen
von Schülern und Lehrern. Die zu eng angelegte Fachausbildung berücksichtigt
nicht genügend die pädagogischen und psychologischen Anforderungen
an die Hauptschularbeit. Es ist das Verdienst der Hauptschulkollegien die
pädagogischen Notwendigkeiten frühzeitig erkannt zu haben. So
übernahmen sie die Vorreiterrolle für viele pädagogische
und schulpraktische Innovationen, wie Betriebspraktika oder epochalen,
fächerübergreifenden, handlungsorientierten Unterricht. „Im Interesse
der Hauptschüler wird es höchste Zeit, dass der Hauptschullehrer
ohne Hintansetzung seiner fachwissenschaftlichen Qualität als pädagogischer
Spezialist für eine große Gruppe unserer Bevölkerung gesehen
wird.“
Heute muss davon ausgegangen werden, dass innerhalb eines Kollegiums kein einheitliches Lehrerselbstverständnis mehr besteht und damit unterschiedliche Erziehungsziele und Sinnorientierungen existieren. Der Erfolg der gemeinsamen Arbeit wird durch die Widersprüchlichkeit erheblich geschwächt, so dass den Schülern eine tragende Sinnorientierung nicht überzeugend und glaubhaft vermittelt werden kann (vgl. Dassau, sm, S 36). Als Forderung ergibt sich daraus, dass für die Schaffung eines humanen Arbeitsklimas ein pädagogischer zielorientierter Grundkonsens unerlässlich ist. Dieser Grundkonsens muss immer wieder neu überdacht, diskutiert und kollegial vereinbart werden. Besondere zusätzliche Bedeutung gewinnt diese Feststellung durch die erhebliche personelle Veränderung der Zusammensetzung unseres Kollegiums im vergangenen Jahr. Es gilt nicht allein, sieben neuen Kolleginnen und Kollegen in diesen Prozess eng mit einzubeziehen. Vielmehr müssen insbesondere auch die älteren Kolleginnen und Kollegen auf deren Sichtweisen Rücksicht nehmen. Erst das vertrauensvolle Miteinander erleichtert es uns insgesamt, diese neue Situation als Chance zu begreifen und zu von allen anerkannten und in die eigene Arbeit einbezogenen Vereinbarungen zu gelangen. Wenn wir uns auf einige aber feste Ordnungen verständigen, erleichtern wir es dem Schüler sich zu orientieren und den Raum für eigene Verantwortung zu finden. Wünschenswert erscheint es, dass in der Lehrerrolle die Vorbildfunktion wieder stärker in den Blick genommen wird und Lehrer als Erwachsene selber tun, was sie von ihren Schülern erwarten. |
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| 2.
Der Bildungsauftrag unserer Schule
2.1. Persönlichkeitsentwicklung der Schüler |
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| Aus
den bisherigen positiven Erfahrungen der Arbeit an unserer Schule ergibt
sich, dass folgende Ziele stärker in den Vordergrund unserer Bemühungen
gestellt werden müssen.
Jegliche pädagogische Arbeit kann nur sinnvoll und erfolgreich sein in einer Atmosphäre, die von gegenseitiger Achtung und Vertrauen bestimmt ist. Die Grundbedürfnisse der Schüler nach Verlässlichkeit, Geborgenheit, Zuneigung und Zugehörigkeit müssen das Lehrerverhalten im pädagogischen Alltag prägen. Nur wenn wir uns in dieser Weise unseren Schülern zuwenden und sie in ihrer Eigenart ernst nehmen und annehmen, können wir davon ausgehen, bei den Schülern ein größeres Maß an Selbstvertrauen und Selbstannahme zu erreichen. Dies ist auch die Voraussetzung für die Entwicklung eines Verantwortungsgefühls für sich selbst und für die Gemeinschaft, für die Entwicklung und Stärkung von individueller und sozialer Handlungskompetenz und für Rücksichtnahme und Toleranz im Umgang mit anderen (siehe Gewaltprävention). So müssen wir Möglichkeiten schaffen, dass sie ihre individuellen Begabungen stärker selbst erleben und in das Unterrichtsgeschehen einbringen können. Wenn es uns nicht gelingt, dem Schüler mehr Stolz auf die eigene Arbeit zu vermitteln und wir ihm so Erfolgserlebnisse vorenthalten, können wir nicht mit einer Steigerung seiner Schulfreude und Mitarbeitsbereitschaft rechnen. Für die Bildungsinhalte „ergibt sich daraus die Notwendigkeit, ihre Auswahl und Anordnung unter ganzheitlicher Sicht zu treffen“ (Schlüter, S. 129). Nur wenn wir den Schüler nicht an isolierten Qualifikationen messen, werden wir seiner Eigenart gerecht. Das macht eine Zurücknahme der Stofffülle, soweit sie sich bisher aus den einzelnen Fachbereichen ergeben hat, erforderlich. Es ist notwendig, den Fächerkanon auf relevantere Unterrichtsinhalte zu beschränken und den Lehrplan an dem Maß zu orientieren, bei dem die Inhalte die Sinnfindung erleichtern und die praktische Lebensführung betreffen. Die Stoffreduzierung sowie die Abschaffung eines strengen Fächerkanons sollten zugunsten einer epochalen, gesamtunterrichtlichen Arbeitsweise erfolgen. Dieser fächerübergreifende Epochalunterricht hat die spezifischen fachdidaktischen Gesichtpunkte ausreichend zu berücksichtigen. Für die Organisation ergibt sich, dass verschiedene Fachbereiche von einem Lehrer, möglichst dem Klassenlehrer, unterrichtet werden müssen („Allroundlehrer“). Das ganzheitliche Prinzip kann nur durch eine Auflockerung der bisher üblichen Zeiteinteilung in Fachstunden verwirklicht werden, d. h. der Unterricht muss flexibel mit größeren fächerübergreifenden Arbeitseinheiten geplant werden können. Die Forderung nach einem verstärkten Klassenlehrerprinzip begründet sich pädagogisch daraus, dass der Hauptschüler durch einen häufigen Personenwechsel zusätzlich belastet würde. Einzelne, von Fachlehrern unterrichtete Fachstunden haben sich in der Praxis als problematisch erwiesen und sind in der Planung zu vermeiden. Nach unseren bisherigen Erfahrungen begünstigt das Klassenlehrerprinzip die allgemeine Atmosphäre an einer Schule und damit den Unterrichtserfolg. Positive Erfahrungen machten wir mit bisher durchgeführten Projekttagen/-wochen und freiwilligen Kursen am Nachmittag. Die Besuche der Zooschule und der Freiluga sowie Betriebspraktika ab Stufe 8 waren im Hinblick auf regelmäßige Teilnahme, Arbeitseinsatz, Arbeitsfreude und praktisch orientiertes Lernen ein Erfolg. |
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| 2.2. Schulleben (Feste, Feiern, Aktivitäten) | |
| Das
Klima an unserer Schule wird nicht nur durch den sozial – integrativen
Unterrichtsstil geprägt sondern auch durch viele Veranstaltungen,
die entweder vom Kollegium oder von der SV geplant und gestaltet werden.
Diese Veranstaltungen sind Fixpunkte im Laufe des Schuljahres und tragen
entscheidend dazu bei, dass sich alle am Schulleben Beteiligten wohlfühlen
und alles daransetzen zum Gelingen dieser Aktivitäten beizutragen.
Das Schuljahr beginnt mit der Feier zur Einschulung. Am 1. Tag des neuen Schuljahres kommen die Schüler/Innen mit ihren Eltern zu einer kleinen Einschulungsfeier, die von den Schülern/Innen mit den Kollegen der Stufe 6 vorbereitet wird, in die Aula. Im Rahmen dieser Feier stellen sich zum Beispiel einige Arbeitsgemeinschaften vor, das Personal wird vorgestellt, die Schüler der letzten 5. Stufe zeigen, was sie bereits gelernt haben, usw. (Begrüßungsgedicht).Aufgelockert wird diese Veranstaltung durch Gesangs- und Tanznummern. Ebenfalls eine
feste Größe im Schuljahr ist unser Sportfest.
Auch das Brauchtum wird regelmäßig gepflegt. Nachdem wir jahrelang eine Großveranstaltung zu Karneval hatten, hat sich jetzt die SV dieses Themas angenommen und veranstaltet an Weiberfastnacht in unserer Aula eine Karnevalsfeier (SV-Fête). Regelmäßig im Laufe des Jahres finden Klassenfahrten statt. Wir haben bis jetzt kein festes Fahrtenkonzept, das Fahrten nur in bestimmten Stufen vorsieht. Klassenfahrten liegen allein in der Hand des Klassenlehrers, der dadurch gewährleistet, dass die Fahrt sinnvoll in die Unterrichtsplanung integriert werden kann. Ein besonderer Schwerpunkt liegt natürlich bei jeder Klassenfahrt auf der Verbesserung der Klassengemeinschaft und wichtiger Schlüsselqualifikationen („Soft Skills“). (siehe Beispiel Otterndorf). Den Abschluss des Schuljahres bildet die Entlassfeier der Stufe 10. Diese wird im festlichen Rahmen für die Entlass – Schüler und ihre Eltern in Eigenregie der Stufe geplant und durchgeführt. Am Entlasstag selbst bekommt auch die Stufe 9 schon einen Vorgeschmack auf diesen Tag, da sie die Stufe 10 organisatorisch betreut. Unsere Aktivitäten beschränken sich aber nicht nur auf die Schule. Wenn sich die Gelegenheit bietet, besuchen unsere Klassen auch Theateraufführungen (Beispiel: Besuch im Horizont-Theater). Ein besonderes Highlight für alle ist dann allerdings wieder der Auftritt einer englischen Theatergruppe in unserer Aula für alle Schüler ab Stufe 7. Aber nicht nur zu Theateraufführungen verlassen unsere Schüler die Schule:
Ziel unserer Arbeit soll es sein, die Aktivitäten des Schullebens noch zu verstärken, da solche Schulfeste und Feiern geeignet sind, die Schule mehr zum Lebensbereich zu machen und gleichzeitig Freude und Spaß an der Schule vermehren helfen. Neu zu planende Aktionen wie z.B. „Verschönerung und Bemalung der Klassen und Flure“ und die Aktion „Aktive Pause“ in Verbindung mit der „Schulhofgestaltung“ oder die „Schulgartengestaltung“ berücksichtigen die ästhetischen Bedürfnisse und fördern durch die Freude am Schönen das seelische Wohlbefinden von Schülern und Lehrern (vgl. Maslow in Fischer, sm, S. 34). All das bewirkt eine positive Einstellung zur Schule und stärkt die Identifikationsmöglichkeiten der Schüler, Lehrer und Eltern mit ihrer Schule. Ferner begünstigen diese Projekte Lehr- und Lernformen, die mehr Spielraum für „erprobendes Handeln“ einräumen. Damit ist auch gesagt, dass diese Projekte einen spezifischen Bildungswert besitzen. Sie dienen nicht nur der Auflockerung und Entspannung. Sie schaffen auch eine freundliche Atmosphäre zwischen Schülern und Lehrern und erhöhen zudem die Leistungsbereitschaft, Selbständigkeit und Phantasie (Projekte). |
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| 2.3. Berufsvorbereitung und Berufsfindung | |
| Sicherlich
kann die Hauptschule ihre Bildungsziele nicht einseitig an den Ansprüchen
und Wünschen der Arbeitswelt orientieren. Allerdings ist es erforderlich,
unseren Schülern gute Startchancen beim Übergang in die Berufstätigkeit
zu verschaffen. So setzt die Vorbereitung der Schüler auf die Berufswelt
die sichere Beherrschung der Grundfertigkeit von Lesen, Schreiben und Rechnen
voraus. Dies ist eine wesentliche Bedingung, um einen Einstieg in den Beruf
zu ermöglichen. Da unsere Schüler später vorwiegend praktische
Tätigkeiten in handwerklichen, technischen, kaufmännischen, sozialen
und Dienstleistungsbereichen ausüben werden, muss der Fachbereich
„Arbeitslehre“ ein besonderer Schwerpunkt der Hauptschularbeit sein. Daher
planen wir durch geeignete Projekte schon in den Stufen 5 und 6 die
Hinführung zu diesem Fachbereich.
(Siehe Projekte "Vom Bauernhof bis auf den Markt", "Retten und Helfen" und "Kölner Verkehrsbetriebe") Unsere von der Technik geprägte Umwelt und die Hinführung zu technischen Berufen erfordern eine Vermittlung von Grundkenntnissen und die Einübung von handwerklich-technischen Grundfertigkeiten, die wir durch ein verstärktes Angebot sichern wollen. Besonders für die Schüler der Klasse 10 A soll der Arbeitslehrebereich gleichwertig neben dem Kernbereich stehen. Der Hinführung zur Berufwelt dienen ebenfalls die auch bisher schon mit Erfolg durchgeführten Betriebserkundungen und Praktika (Schnupperpraktikum Stufe 8, Blockpraktikum 9, Jahrespraktikum 10 Typ A). Wir haben bereits durch die vielen Praktika eine sehr enge Kooperation mit Firmen in unserer Umgebung und durch das Projekt TransJob. Unsere sehr guten Kontakte zum Arbeitsamt müssen weiter gepflegt werden. Zu den Berufsbildenden Schulen wollen wir die Kontakte intensivieren. |
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| 2.4. Vermittlung von Medienkompetenz | |
In Bezug auf
neue Medien erlebt die Schule in den letzten Jahren einen gewaltigen Umbruch.
Die von vielen Seiten zu Recht geforderte Einbeziehung von Multimedia-Computern
in den Unterricht stellt neue Ansprüche an die Ausstattung der Schulen
und die Qualifikation der Lehrer.
Erstmals in der Geschichte der Menschen kommen hier anscheinend Kinder mit einer wichtigen gesellschaftlichen Neuerung leichter zurecht als ihre Eltern, sie kennen sich einfach besser aus und verfügen über weitaus mehr Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien. Im Kontakt mit diesen Medien wird die neue Generation ihre eigene Kultur entwickeln und schließlich die gesamte Gesellschaft erobern ..."Medienkompetenz" wird als eine Art Schlüsselqualifikation für die Informations- und Kommunikationsgesellschaft gesehen. Dabei soll dieser Begriff folgende Teilbereiche umfassen: Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung und Medienkritik. Aus diesen Teilbereichen ergeben sich für den Unterricht folgende zu vermittelnden Fähigkeiten:
Hilfe und (technische) Unterstützung bei der Durchführung solcher Projekte findet man bei Funk- und Fernsehsendern. Mit Hilfe des Mediums lassen sich hervorragend die Wahrnehmung sensibilisieren und die Möglichkeiten bzw. Wirkungsmechanismen der Bildsprache erkennen. Mit Fotos wird etwas mitgeteilt, berichtet, dokumentiert oder eine Geschichte erzählt; Fotografieren eignet sich zur Selbsterfahrung, Erkundung der Umwelt und experimentellem Arbeiten. (Sonnenschein, S. 19) Im Rahmen dieser Arbeit ist unsere Schule auch immer bei den "Medienaktionstagen" im Kölner Gürzenich vertreten, und wir arbeiten mit im Arbeitskreis Internet /AKI) |
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| 3.
Konsequenzen für die Unterrichtsverteilung
3.1. Fächergruppe I / Kernbereich (Deutsch, Mathematik, Englisch) |
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| In der Orientierungsstufe müssen verstärkt Förderkurse angeboten werden. Die Aussagen des allgemeinen Teils des Schulprogramms sind die natürlichen Grundlagen der in den einzelnen Fachkonferenzen erarbeiteten und stets zu evaluierenden Unterrichtsinhalte und Schwerpunkte (siehe Ergebnisse der Fachkonferenzen). | |
| 3.2. Fächergruppe II | |
| Schon jetzt sind in der Hauptschule bestimmte Nebenfächer zu Einheiten zusammengefasst. Wir wollen dies im Hinblick auf eine ganzheitliche Bildung noch verstärken und dadurch die Stofffülle auf ein sinnvolles Maß beschränken. Selbst eine gute Kooperation von verschiedenen Fachlehrern kann unseres Erachtens in einer Klasse nicht so effektiv sein, wie ein von einem Lehrer durchgeführter epochaler Gesamtunterricht. Die zwischen den Fächern bestehenden Zusammenhänge oder auch Überschneidungen und die notwendigen Transferleistungen können von einem Lehrer dem Schüler besser vermittelt werden. Dies gilt besonders dann, wenn sich bei diesem Lehrer auch an die mehr kognitiven Darbietungen entsprechende Projekte anschließen, in denen das Erlernte praktisch erfahren und erprobt werden kann. Wenn sich dann vom Stundenplan her größere Arbeitseinheiten bei einem Lehrer ergeben, sind solche Projekte organisatorisch leicht einzuplanen. Insgesamt ist zu beachten, dass der Unterricht in den Nebenfächern eine stärkere Anbindung an den Deutschunterricht bekommt, sowohl im Hinblick auf die Inhalte als auch auf die Beachtung und das Lernen bestimmter Sprachformen und der Rechtschreibung. „Jede Unterrichtsstunde ist auch eine Deutschstunde.“ | |
| 3.3. Wahlbereich | |
| Auf
unsere bisherige Arbeit bezogen stellen wir fest, dass nachmittags möglichst
kein herkömmlicher Fachunterricht stattfinden sollte. Der bisherige
Wahlpflichtunterricht bietet den Schülern nur eine äußerst
geringe Wahlmöglichkeit. Diese „Wahl“ wird zur unangenehmen Pflicht,
wenn die Wünsche der Schüler wegen Überfüllung bestimmter
Neigungskurse nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden können.
Die bisherige Stundentafel mit ihrer zu engen Fächerung kann die Neigungen
und Fähigkeiten der Schüler nicht genügend berücksichtigen.
Dadurch entsteht für die meisten Schüler das Gefühl einer
weiteren Verschulung mit all ihren negativen Folgeerscheinungen. Da unsere
Schüler mehr der praktischen Arbeit zugetan sind, wollen wir dafür
sorgen, dass die Nachmittagsangebote, die den Aspekt des handlungsorientierten
und praktischen Lernens stärker berücksichtigen, erweitert werden.
Zu diesem Zweck wollen wir zusätzlich die Zusammenarbeit mit den Jugendeinrichtungen
und Vereinen im Kölner Norden erheblich verstärken. Erste Schritte
in diese Richtung sind z.B. die Zusammenarbeit mit dem Jugendfreizeitwerk
in Chorweiler und dem „Sozialen
Zentrum Lindweiler“. So können wir eine weitere „Verschulung“
vermeiden und erhöhen stattdessen nur den Anteil freiwilliger Aktivitäten
und bauen die Möglichkeiten und Freiräume für selbstständige
Unternehmungen der Schüler aus (vgl. Hentig, S. 122).
Der Schüler unserer Schule hat die Möglichkeit, die zusätzlichen Angebote für seine Ausbildung und Freizeitgestaltung aus verschiedenen Bereichen zu wählen.
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| Die konkrete
Ausgestaltung der allgemeinen Inhalte des Schulprogramms wird in der ausführlichen
Dokumentation unserer Schulaktivitäten deutlich (siehe Homepage der
Schule).
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| 3.4. Hausaufgaben | |
| Wir wollen nicht generell auf Hausaufgaben verzichten. Jedoch legen es die bisher eher negativen Erfahrungen mit der Anfertigung von Hausaufgaben nahe den Umfang der Hausaufgaben gering zu halten. Vielen Schülern ist es auf Grund ihrer häuslichen Situation nicht möglich umfangreiche Hausaufgaben angemessen anzufertigen. Ein geringer Umfang an Hausaufgaben fördert daher die Chancengleichheit. Auf die korrekte Anfertigung der verbleibenden Hausaufgaben ist nach wie vor Wert zu legen. Das Angebot an Förder- und Verstärkungskursen muss aber deutlich erhöht werden, um trotz des geringen Hausaufgabenumfangs wichtige Übungsphasen zu gewährleisten. Außerdem sollte die Eigenverantwortung der Schüler für ihre Arbeitseinteilung dadurch verstärkt werden, dass Hausaufgaben nicht für den nächsten Tag, sondern im Rahmen von Wochenplänen angefertigt werden können. | |
| Literatur | |
| Dassau, Peter | Zur
Humanisierung des Unterrichts,
in: Schulmanagement, sm 14, H.3, Westermann-Verlag, Braunschweig 1983, S. 33-36 |
| Fischer, Reinhard | Vor
welchen Aufgaben steht die humane Schule?
in: Schulmanagement, sm 14. H3, Westermann-Verlag, Braunschweig 1983, S. 32-34 |
| Hentig v., Hartmut | Was
ist eine humane Schule?
Hanser Verlag, München 1976 |
| Kahmann, Uli | Handbuch
Medien: Medienkompetenz
Eine Einführung hrsg. von Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 13 |
| Schlüter, Johannes | Zur
Hauptschule,
in: Paderborner Studien, Heft 1/2, Paderborn 1982, S. 127 - 131 |
| Thiele, Günter A. | Produktive
Medienarbeit in der Schule- heute
in: Handbuch Medien: Medienkompetenz hrsg. von Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 63 |
|
Sonnenschein,
Sabine
|
Ganz
nach ihrer Lust und Laune
in: Handbuch Medien: Medienkompetenz hrsg. von Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 19 |
| Weber, Wolfgang | Lernen
mit Neuen Medien 2000
hrsg. vom Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest 2000, S. 5 |
| Zacharias, Wolfgang | Neue
Medien und kulturelle Bildung
in: Handbuch Medien: Medienkompetenz hrsg. von Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 55 |