Stufe 10
Herr Claus, Frau Martin,
Herr Meier, Frau Westphal
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Nationalsozialismus in Köln
Besuch der Gedenkstätte EL-DE-Haus und des NS-Dokumentationszentrums
Das EL-DE-Haus, die Zentrale der geheimen Staatspolizei (Gestapo) für den Regierungsbezirk Köln hatte vom Dezember 1935 bis März 1945 ihren Sitz in diesem Haus. Dort wurde ermittelt, verhört, gefoltert und gemordet.
Das Erschreckendste im EL-DE-Haus war für mich der Keller, in dem sich die Gefängniszellen befanden. In den 6-7 qm kleinen Zellen wurden oft mehr als zehn Menschen gefangen gehalten. Die Gefangenen, überwiegend Russen, Polen, Juden usw., mussten Tag und Nacht in den Zellen stehen, nicht mal um ihren menschlichen Bedürfnissen nachzugehen wurden sie aus den Zellen gelassen. Stattdessen wurde ihnen „einfach“ ein Eimer hingestellt.
An den Zellenwänden konnte man viele Sprüche lesen, von denen mir einer besonders im Gedächtnis geblieben ist: „Mädels, unterwerft Euch denen nicht!! den Hurensöhnen. Seid mutig und tapfer, auch wenn ihr eine schwere Strafe verbüßen werdet. Auch ein Weg durch Dornen führt zum Ziel.“ (682 russisch, Zelle 2) Ich konnte mich an diesen Spruch genau erinnern, weil ich so beeindruckt von dem Mut und Lebenswillen war, den diese Frau besessen haben musste. Trotz der Leiden, die sie erlebte, hatte sie dennoch Hoffnung, dass alles wieder besser wird.
Das EL-DE-Haus war insgesamt sehr beeindruckend, aber es hat mich auch traurig und wütend gemacht. Ich habe speziell für den Aufsatz das Thema Keller gewählt, da dieser die Leiden und Qualen, die in diesem Haus geschehen sind, am meisten verdeutlicht. Ich hoffe, dass niemand die Leiden und Qualen dieser Menschen jemals wieder erleben muss.
Tatjana G., Klasse 10 B
Unser Besuch im EL-DE-Haus
Am 30. August 2000 warenn wir im EL-DE-Haus. Das EL-DE-Haus befindet sich auf dem Appellhofplatz 23-25. Der Erbauer und erste Eigentümer dieses Hauses, der Kölner Kaufmann Leopold Dahmen (Großhandlung für Uhren und Goldwaren) hat das EL-DE-Haus nach seinen Initialen (L.D.) benannt. Im Sommer 1935 ist die Gestapo in dieses Haus eingezogen. Seit Juni 1997 ist hier ein NS-Dokumentationszentrum mit Gedenkstätte, Gestapogefängnis und Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“.
Der Keller des EL-DE-Hauses ist besonders beeindruckend und mitnehmend. Hier in den dunklen, engen Gängen kann man fast noch etwas von der Grausamkeit, die hier stattgefunden hat, verspüren. An den gut erhaltenen Wandschriften kann man deutlich die Angst und Hoffnung der hier unter furchtbaren Bedingungen untergebrachten Häftlinge ablesen. Es ist einfach erschreckend, wenn man die kleinen, dunklen Zellen sieht, in denen wohl heute nicht mal mehr als ein Mensch untergebracht werden dürfte, und sich vorstellt, dass hier bis zu 33 Menschen eingepfercht waren. Der Keller ist in seiner Struktur heute fast identisch mit der Gestapozeit.
Natürlich haben wir uns nicht nur den Keller angeschaut. Im EL-DE-Haus gibt es noch zwei Etagen, auf denen man sehr viel über die Nazi-Zeit erfahren kann. Es ist auch sehr übersichtlich gemacht worden. Man kann über die Gleichschaltung, Hitler-Jugend, Zwangsarbeit und viele andere Sachen informiert werden. Ich fand unseren Besuch sehr interessant und sinnvoll und ich würde gerne noch einmal das EL-DE-Haus besuchen.
Peter S., Klasse 10B