Schulzeitung online
Ausgabe 2/2002

Mit einem Blumenstrauß
und einem herzlichen Dankeschön verabschiedete Herr Böttger zum Ende des Schuljahres unsere Kollegin Frau Kitzing-Fett, die im nächsten Schuljahr an einer anderen Schule außerhalb Kölns unterrichten wird. Im Namen des Kollegiums bedankte er sich für ihr besonderes Engagement zum Wohle der Schüler der Ursula-Kuhr-Schule, insbesondere aber auch für ihren Einsatz als Ausbildungskoordinatorin der UKS. Wir wünschen ihr am neuen Dienstort alles Gute.

Claude AnShin Thomas, ein Zen-buddhistischer Mönch, besuchte die Ursula-Kuhr-Schule und sprach vor Schülern der Stufen 9 und 10. Er berichtete über seine schlimmen Erfahrungen als Soldat im Vietnamkrieg, aus dem er schwerverwundet in die USA zurückkehrte. Er sprach über die Irrwege, mit denen die leidvollen Erlebnisse nicht vergessen und verarbeitet werden konnten. Und er sprach vor allem über seinen Weg der Heilung. 
Claude AnShin Thomas sprach Englisch, der Vortrag wurde ins Deutsche übersetzt. Die Schüler hörten ihm gespannt zu.
Mehr Informationen im Internet unter www.zaltho.de


Die folgenden Texte entstanden in der AG Schülerzeitung unter der Leitung von Frau Lichtendahl
Schnelle Hilfe für ratlose Mädchen

Das Mädchenhaus ist in der Kaesenstraße 18, 
50677 Köln, Tel.: 0221/32 92 27
Weitere Informationen findet ihr im Internet unter: www.maedchenhauskoeln.de

Übrigens gibt es neben dem Mädchenhaus noch einen sogenannten Mädchentreff. Hier können Mädchen und junge Frauen ihre Freizeit verbringen. Es gibt verschiedene Angebote, wie z. B. Tanzen, Fotografieren, Kochen usw. Darüber hinaus werden die Mädchen auch bei den Hausaufgaben betreut. Außerdem wird ein Mittagessen angeboten. 
Den Mädchentreff findet ihr in Köln-Ostheim, Rösrather Straße 69, Tel.: 0221/890 59 58
Infos gibt es im Internet unter: www.maedchenhauskoeln.de

Seit 14 Jahren gibt es im Zentrum Kölns ein Mädchenhaus. Es ist eine Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 27 Jahren. Jedes Jahr kommen etwa 100 Mädchen hierher, um offen über ihre Probleme zu sprechen, die sie mit der Familie, Freunden, in der Schule oder in der Ausbildung haben. Der häufigste Grund, warum Mädchen dort Rat suchen, ist sexueller Missbrauch oder Vergewaltigung. Dabei geht es nicht nur um die eigene Person. Andere berichten auch von Problemen der eigenen Schwester, Freundin oder Cousine, die den Weg ins Mädchenhaus scheut. Diese Angst ist jedoch unbegründet, da die Beratungen auch anonym durchgeführt werden können. Neben Gesprächen gibt es auch tatkräftige Unterstützung: Wenn ein Mädchen sich entscheidet eine Strafanzeige zu machen, weil sie vergewaltigt oder missbraucht wurde, begleitet sie eine Beraterin 
Viele kommen auch, weil sie Essstörungen haben oder suchen Rat, da sie das Gefühl haben lesbisch zu sein und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Es gibt auch Mädchen, die Konflikte mit ihren Eltern haben und nicht wissen, wie es weitergehen soll.
Die Beratungsstelle hilft durch kostenlose Beratungen in Gruppen- oder Einzelgesprächen. Hier wird gemeinsam mit den Mädchen nach einer Lösung für ihre Probleme gesucht. Ziel der Bearatungen ist es, dass die Mädchen wieder aufgebaut werden, selbstbewusster werden und ihr Leben selbst gestalten können.
Drogen – Gefahren und Wirkung

Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 2000 Menschen an Drogen. Erschreckend ist: Die Opfer werden immer jünger. Die meisten Jugendlichen nehmen Drogen, um „gut drauf“ zu sein oder um ihre Probleme zu vergessen. Viele wollen es aber auch nur mal ausprobieren. Egal, welcher Grund dahinter steckt: Drogen zu nehmen ist sehr gefährlich. Im Folgenden möchte ich daher die Wirkungsweise und Gefahren verschiedener Drogen darstellen.
Die typische „Party-Droge“ ist Ecstasy. Die kleine weiße Pille wird meist von Leuten aus der Techno-Szene konsumiert. Bei der Einnahme von Ecstacy wird alles viel intensiver erlebt, da es die Glückshormone im Gehirn in Schwingung bringt. Gefahr: Dir kann ziemlich übel werden. Das Herz pocht, dir ist schlecht und du musst vielleicht erbrechen. Einige Jugendliche sind sogar wegen Leberversagen oder Gehirnschlag an Ecstacy gestorben. 
Längst keine Droge mehr der „High Society“ ist Kokain. Kokain ist ein weißes Pulver, das man sich durch die Nase zieht. Durch diese Droge fühlt man sich zunächst euphorisch. Stress, Ängste und Hemmungen scheinen zu verschwinden. Doch die Gefahr ist: Nach dem schnellen, intensiven Hoch kommt ein plötzliches Tief. Du kannst nicht schlafen und wirst depressiv. Wenn du Kokain über einen längeren Zeitraum nimmst, hat das krasse Nebenwirkungen. Du wirst paranoid, bekommst lebensgefährliches Untergewicht und Männer haben keine Erektion mehr.
LSD ist eine sogenannte Designerdroge. Sie wird auf Löschpapier getropft und heißt auf dem Markt „Pappe“ oder „Sicket“. LSD gehört zu den bewusstseinsverändernden Drogen. Die Helligkeit des Lichts verändert sich ständig, Farben werden intensiver, User sehen Dinge, die gar nicht vorhanden sind. Das kann zu lebensgefährlichen Aktionen führen. Manche denken, sie könnten fliegen oder den Verkehr anhalten. 
Die wohl gefährlichste Droge ist Heroin. Die meisten Leute, die Heroin zum ersten Mal nehmen, sind über 18 Jahre alt. Die meisten Kids lehnen die Einnahme von Heroin ab. Die Wirkung von Heroin kann mit nichts aus dem Alltag verglichen werden. Man wird von Euphorie und Wohlsein überflutet. Jeder Schmerz verschwindet. Man kommt in einen tranceähnlichen Zustand. Gefahr: Wenn Heroin direkt in die Vene gespritzt wird, können offene Wunden entstehen. Bei mehrmals benutztem Besteck ist die Gefahr groß, dass Infektionen wie Aids oder Hepatitis übertragen werden. 
Cannabis (Haschisch) ist unter Jugendlichen die beliebteste Droge. Jeder vierte Jugendliche hat schon mal gekifft. Die Wirkung hängt davon ab, wie oft und wie viel Cannabis man raucht. Es kann sein, dass man selbst über Kleinigkeiten kichert und alles witzig findet. Häufig kommen auch Fressattacken vor und man hat einen unwiderstehlichen Drang nach Süßigkeiten. Doch Cannabis birgt auch Gefahren: Es ist besonders gefährlich bei Bronchitis oder Asthma. Die Teermenge in zwei Joints entspricht der von 8 bis 10 Zigaretten. Durch das Rauchen von Cannabis kann man sich krank und verwirrt fühlen oder sogar umkippen. Bei regelmäßigem Konsum kommt es häufig zu Depressionen und Psychosen. Auch bei kleinen Mengen kann es zu Panikattacken und Verfolgungswahn kommen.

Leben mit der Droge

Ich kannte mal ein Mädchen, die hieß Sarah. Sie war 14 Jahre alt. Ich war eigentlich gut mit ihr befreundet. Sie wohnte bei mir in der Nähe. Sie lebte mit ihren Eltern in einem Einfamilienhaus und war ein Einzelkind. Ihre Erfahrungen mit Drogen fingen damit an, dass sie den falschen Freundeskreis hatte. Ihre Freunde rauchten Gras. Sarah rauchte es dann auch. So was ab und zu mal zu rauchen ist ja okay. Aber so ging es los. „Ab und zu mal ne Tüte rauchen -  ist ja nichts dabei; ich will gut drauf sein, meinen Spaß haben“, so dachten die. Und Sarah natürlich auch. Es ging damit los, dass Sarah abends spät nach Hause kam. Sie hatte immer rote und dicke Augen. Jeden Tag hat sie dann mindestens 6 Tüten geraucht. Das Geld hat sie von ihren Eltern geklaut. Und sie dachte wieder :,,Ach, meine Eltern peilen das schon nicht, das Kiffen ist geil.’’ Aber erst jetzt ging es richtig los. Sie war nur noch auf Partys, trank ohne Ende Alkohol, bis sie sich übergeben musste und sie rauchte wieder an die 7 Tüten. Dann haben die Eltern von Sarah erfahren, was sie tat. Sie haben sie angebrüllt und ihr Hausarrest gegeben. Das nützte aber nichts. Sie haute einfach abends wieder ab und schwänzte die Schule. Sie hing abends an der Domplatte bei den Pennern. Und die Eltern haben sie überall gesucht und auch dann gefunden und wieder mit nach Hause genommen. Am nächsten Tag hatten ihre Freunde dann was Neues: Kokain. Jeder zog sich das Zeug durch die Nase, auch Sarah. Sie wollte ja schließlich nicht als Feigling und Loser dastehen. Ich konnte sie auch nicht mehr wegkriegen. Jetzt fingen erst die schlimmsten Zeiten an. Sarah war nur noch am Kotzen und ihr war immer übel und hatte Nasenbluten. Sie ist dann wieder von Zuhause abgehauen. Sie hing dann wieder bei den Junkies an der Domplatte. Einer hat ihr Heroin angeboten und sie nahm es und spritzte es sich. Sie war völlig am Ende. Eines Tages sprang sie aus dem Fenster eines Hochhauses. Sie war direkt tot. Keiner weiß, warum sie es getan hat. Ich frage mich heute noch, warum sie es getan hat. Zwei Wochen später wäre ihr 15. Geburtstag gewesen. Ich werde sie nie vergessen.


The Simpsons

Jeden Abend auf Pro7 laufen um 19.00 Uhr die Simpsons. Und wir stellen uns die Frage: „Warum sind die Simpsons so beliebt?“ Vielleicht liegt es an den Charakteren, in denen man sich selber wieder erkennen kann. Jede Figur ist anders. Und das ist das Schöne an der Serie. Fast alle kennen sie und gucken sie tagtäglich. Es handelt sich um eine „gelbe“ Chaosfamilie, die ziemlich humorvoll dargestellt wird: Homer, der Vater ist ein richtiger Pechvogel, der fast immer verliert. Alles, was er macht, geht schief. Bei der Arbeit – er arbeitet übrigens in einem Atomkraftwerk. - schläft er meistens ein. Dabei kann es passieren, dass in seiner Gegenwart etwas explodiert, wofür er die Verantwortung trägt. Statt vom Lärm der Mitarbeiter, die gerade vor dem Feuer fliehen, aufzuwachen, träumt er von lustigen Clowns, die um ihn herumtanzen. 
Marge, die Hausfrau, arbeitet meist in der Küche und kümmert sich liebevoll um ihre Kinder. Die sind aber gar nicht so lieb, wie sie es gerne hätte. Denn Bart, der freche Sohn, der nur Unsinn im Kopf hat, kann einem schon auf den Geist gehen. Er hat immer flotte Sprüche auf Lager. So sagt er zu seinem Schuldirektor, der Simor Skinner heißt, immer „Simor Spinner“. 
Lisa ist das Gegenteil von ihrem Bruder. Sie ist hochintelligent, schreibt nur Einsen und ist die Beste der Schule. Außerdem hat sie ein gutes Allgemeinwissen und wird oft um Rat gefragt. Selbst bei einer Wette, wer im Footballspiel gewinnt, hat sie gewusst, wer gewinnt. 
Dann gibt es noch das Baby Maggi, das nix anderes im Kopf hat als nuckeln. Meistens läuft es Mama Marge hinterher. Neben der Familie gibt es noch andere Personen, die wichtig sind, z.B. Krusty der Clown, der Pfarrer in der Kirche, Otto der Schulbusfahrer, der jeden Tag die Kids abholt, Mo, der Kneipenbesitzer, der Nachrichtensprecher, der Bürgermeister und die bekannten Lehrer, vom Schuldirektor Simor Skinner, dem Hausmeister bis hin zur Barts und Lisas Lehrern. Alle sind bekannt wie „bunte Hunde“ und ich kann jedem empfehlen, der sie noch nicht gesehen hat, sich auf`s Sofa zu schmeißen und die Glotze anzumachen. Und wer immer brav guckt, soll auf keinen Fall damit aufhören, denn wir wollen ja treue Fans bleiben. 


Herr Dr. Meyer

Interview mit Herrn Dr. Meyer 

Sind Sie verheiratet bzw. haben Sie Kinder?
Ja, ich bin verheiratet und habe vier Kinder. 

Haben Sie Haustiere?
Nein, ich habe keine Haustiere. 

Warum tragen Sie Anzüge mit Krawatte statt Pulli mit Jeans?
Ich bin es gewohnt und außerdem denke ich, wenn man sich gut anzieht, wird man ernster genommen. 

Wollten Sie schon immer Lehrer werden oder gab es noch einen anderen Wunschberuf?
Nein, ich wollte immer etwas mit Lehren zu tun haben. 

Rauchen Sie?
Früher habe ich geraucht, aber heute bin ich Nichtraucher. 

Auf welcher Schule haben Sie Ihre Ausbildung gemacht?
Auf gar keiner Schule. Ich bin Quereinsteiger. 

Welche Fächer unterrichten Sie?
Deutsch, Englisch, Kunst, Geschichte und Mathematik. 

Welche Musik hören Sie gerne?
Z. B. Rock, Jazz, Gruppen wie Travis oder R.E.M.