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Ausgabe
3/2001
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| Die
folgenden Texte entstanden in der AG Schülerzeitung
unter der Leitung von Frau Lichtendahl |
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| Alkoholismus und die Folgen für die Familie | ||||
| Alkoholismus
– ein Problem, mit dem jeder wohl schon einmal konfrontiert wurde und sei
es nur durch Begegnungen mit Alkoholikern auf der Straße. Aber wie
kommt es zum Alkoholmissbrauch?
Eine häufige Ursache für Alkoholismus ist eine Trennung vom Lebensgefährten. Der verlassene Partner fühlt sich allein gelassen und kommt mit dieser Situation nicht zurecht. In manchen Fällen bekommen die Verlassenen Depressionen, haben Angstzustände. Sie fühlen sich damit überfordert, plötzlich den Haushalt allein führen zu müssen und kommen mit den täglichen Aufgaben des Lebens, wie Putzen, Kochen, Einkaufen, nicht zurecht. Darum ertränken manche ihre Sorgen im Alkohol. Aus einem Glas Wein am Abend wird schnell eine Flasche oder mehr. Darunter leidet nicht nur die betroffene Person, sondern auch die Mitmenschen – besonders die Kinder. |
Ein
Fallbeispiel:
Ich bin 15 Jahre alt. Meine Eltern haben sich vor einem Jahr getrennt. Das war sehr schwierig für mich, denn es war nicht so, dass meine Eltern sich vorher viel gestritten hatten – im Gegenteil. Aber eines Abends trennte sich mein Vater von meiner Mutter. Den Grund weiß ich bis heute noch nicht. Meine Mutter zog noch am gleichen Abend aus und nahm meine kleine Schwester mit. Da saß ich nun mit meinem Vater alleine. Er fing an zu heulen, ich habe meinen Vater vorher noch nie heulen gesehen. Es war ein komisches Gefühl. Nach diesem Abend veränderte sich mein Leben komplett. Ich war für mich und für meinen Vater verantwortlich. Das heißt, ich ging einkaufen, putzte die Wohnung und versuchte meinen Vater aufzubauen. Er fing an zu trinken, sehr viel zu trinken – jeden Abend war er betrunken. Das wurde mir zu viel, ich konnte nicht mit ansehen, wie er sich zugrunde richtete. Darum verabredete ich mich immer öfter mit meinen Freunden und war bis spät in die Nacht unterwegs. Nach einiger Zeit stritten ich und mein Vater nur noch. Es war schrecklich. Er beschimpfte mich, wenn er besoffen war und da er es oft war, kriegte ich auch oft zu spüren, dass ich ihm im Weg war. Nach einiger Zeit lief ich weg und er wusste nicht, wo ich war. Ich bin später zu meiner Mutter gezogen; dann tat es meinem Vater natürlich Leid, aber das interessierte mich nicht. Mittlerweile habe ich ein besseres Verhältnis zu meinem Vater, da ich bei meiner Mutter wohne und ich ihn nur noch selten sehe. Durch den Schock, dass ich nicht mehr da war, hat er aufgehört zu trinken. Aber die seelischen Wunden, die er mir zugefügt hat, werden nur sehr langsam verheilen. Er hat mich sehr verletzt. Ich bin froh, dass ich Freunde und meine Mutter habe, die mir geholfen haben in dieser schwierigen Zeit. Anders wüsste ich nicht, was aus mir geworden wäre. Damit will ich jedem Mut machen über seine Probleme zu reden und sie nicht zu verdrängen. Und egal wie schlimm es ist, die Zeit heilt alle Wunden und es wird wieder besser werden! |
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| Rassismus in Deutschland | ||||
| Wir alle kennen die schrecklichen Bilder von Brandanschlägen auf Ausländerheime oder anderen Übergriffen. Woher kommt der Hass, der Menschen zu solchen Taten drängt? | Rassismus
ist Diskriminierung und Unterdrückung. Die Rassisten wollen Menschen
anderer Herkunft, Religion, Hautfarbe und Kultur in Deutschland nicht akzeptieren.
Warum verachten manche Deutsche eigentlich Ausländer? Sie glauben, dass Ausländer faul sind und auf Kosten des Staates leben. Das entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Die meisten Ausländer sind fleißig und nehmen fast jede Arbeit an, auch wenn sie dafür weniger Geld bekommen. Deshalb befürchten viele Deutsche, Ausländer würden ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen, obwohl sie selbst nicht jede Arbeit verrichten wollen. Die meisten Rassisten treten nicht allein auf, sondern in Gruppen. Sie verstecken sich in Vereinigungen (Gruppierungen, Organisationen), wie denen der Neonazis. Denn wenn sie auf Ausländer losgehen, fühlen sie sich in der Gruppe stärker. Meist hat das Opfer dann keine Chance sich zu wehren, wie im Fall Adriano, der brutal von Rechtsradikalen zusammengeschlagen wurde und an den Verletzungen starb. In solchen Situationen schauen viele Leute einfach weg und helfen nicht – aus Angst selbst zum Opfer zu werden. Was sind das für Menschen, die so etwas tun? Menschen mit rechtsextremer Gesinnung sind nicht gleich zu erkennen. Viele sehen ganz normal aus. Dennoch attackieren sie Ausländer. Sie tun dies nicht nur mit körperlicher Gewalt, sondern auch mit Worten. Seid ihr schon einmal von Nazis angegriffen worden? Wenn ja, wie habt ihr euch verhalten? Welche Gefühle hattet ihr?Unter diesem Artikel soll ein Auszug aus einem deutschen Rap-Song erscheinen, der von der Ermordung eines Ausländers (Adriano) durch Rechtsradikale handelt. |
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| Ausbildung
/ Praktika
Jeder
muss im Laufe seiner Schulzeit ein Praktikum machen. Viele sehen dem skeptisch
entgegen – doch ein Praktikum kann auch Spaß machen, wie es sich
den Schilderungen einiger Ex-Praktikanten entnehmen lässt. Zunächst
ein Bericht über ein Ferienpraktikum:
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Mädchen
in Männerberufen
In den Osterferien
2001 machten wir – das sind drei Mädchen aus der damaligen 8
b – ein Ferienpraktikum bei Ford. Wir arbeiteten in einem Bereich, der
für Mädchen eher untypisch ist – in der KFZ-Mechanik. Am ersten
Tag bekamen wir einen "Blaumann". Das war zunächst ungewohnt, aber
später fanden wir es normal. So ausgestattet ging es direkt los zum
LKW-Bau – allerdings nur in Miniatur-Ausgabe. Das hört sich einfacher
an, als es war. Wir mussten alle Einzelteile feilen, bohren und sogar selbst
Gewinde drehen. Besonders das Feilen war sehr anstrengend. Wir hatten nachher
Blasen an den Fingern.
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| Das Betriebspraktikum | Mein
Praktikum beim Friedhofsgärtner
Das Praktikum als Friedhofsgärtner hat mir gut gefallen. Man hat übrigens als Friedhofsgärtner nichts mit Toten zu tun. Er bepflanzt die Gräber und legt die Einfassungen neu. In diesem Beruf wird viel im Freien gearbeitet und meistens auch alleine. Aber trotzdem macht es viel Spaß auf dem Friedhof zu arbeiten. Der Nachteil ist, auch wenn es regnet oder schneit, muss man im Freien arbeiten und es ist übrigens eine sehr schwere körperliche Arbeit. René H., 9d |
Mein
Praktikum bei Ford
Als ich am ersten Tag ankam, musste ich erst in die Lehrwerkstatt und bekam dort meinen Blaumann. Dann musste ich zum Tor 25, um mich dort zu melden. Ein Mitarbeiter, der mich in den drei Wochen betreute, teilte mich ein. Später ging es direkt mit der Arbeit los. Wir haben Inspektionen gemacht, Autos geputzt, Reifen, Öl und Scheibenwischer gewechselt. Insgesamt hat das Praktikum sehr viel Spaß gemacht und ich kann jedem ein Praktikum bei Ford empfehlen. Mein Tipp: Nicht nur Jungs sollten sich bewerben, sondern gerade Mädchen sollten diese Chance wahrnehmen. Jessica S., 9b |
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| Meine
Praktikumszeit bei Sony
Mein dreiwöchiges Praktikum habe ich bei Sony in der Personalentwicklung gemacht. Anfangs war alles noch interessant und aufregend. Aber nach der ersten Woche war es nur noch reine Routine und langweilig. Beim Vorstellungsgespräch äußerte ich den Wunsch, in der Medienabteilung zu arbeiten. Aber der wurde mir leider nicht erfüllt. Und deswegen konnte ich den richtigen Beruf für mein späteres Leben nicht finden. Dieses Praktikum fand ich leider nicht gut, aber das muss ja nicht heißen, dass jedes Praktikum so uninteressant ist wie meins bei Sony. Julia F., 9a |
Solog
AG
Wir machten ein dreiwöchiges Praktikum bei der Solog AG. Da mussten wir CD`s, DVD`s und Videos verpacken und verschicken. Es gab auch eine Büroabteilung, wo wir überprüfen mussten, ob die gelieferten CD`s auch tatsächlich bestellt worden waren. Falls nicht, wurden sie retour geschickt. Es gab dort auch ein Werbelager, wo Werbegeschenke verschickt wurden, wie z.B. T-Shirts, CD`s, DVD`s und Poster. In allen Abteilungen war es gut und hat Spaß gemacht. Jenny K., Laura S., 9d |
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Frau Heck |
Wie
kommen Sie an Firmenadressen?
Frau Heck: Seit langem betreue ich die Praktika an unserer Schule und benachrichtige die Betriebe, welche Schüler kommen. Inzwischen haben wir über 200 Adressen von Praktikumsfirmen unserer Schüler. Außerdem leite ich in Köln den Arbeitskreis „Schule Wirtschaft“. Ungefähr 30 Lehrer/innen besuchen einmal im Monat nachmittags einen Betrieb. Warum machen Sie sich auch die Arbeit für die anderen Klassen, d. h. das alles zu organisieren und warum machen das nicht deren Klassenlehrer/innen? Frau Heck: Ich mache die Arbeit gerne Es ist für die Firmen besser, wenn die Betriebe nur einen Ansprechpartner in der Schule haben, sonst wird es zu unübersichtlich. Außerdem ist es die gleiche Arbeit, eine E-mail oder ein Fax für mehrere Klassen zu machen. Wann sollte man sich am besten für ein Praktikum bzw. für eine Ausbildung bewerben? Frau Heck: Das sollte am besten längerfristig geschehen. In den großen Betrieben z. B. sind die Plätze lange vorher besetzt. Welche Betriebe können Sie überhaupt nicht empfehlen? Frau Heck: Bei
der Betriebswahl ist es wichtig, dass der Betrieb auch ausbildet (wie z.
B: Aldi, Plus, Kaiser). Von Betrieben (z. B. Schlecker), die keine Ausbildung
finanzieren und nur „billige“ Arbeitskräfte zu schlechten Bedingungen
suchen, rate ich ab. Wenn jemand Verkäuferin werden möchte, ist
z. B. ein Supermarkt sehr sinnvoll.
Jessica,
Klasse 9b
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| Unterhaltung
Lyrik |
DU
Deine Augen lassen mich träumen. Dein Lachen vertreibt meine Sorgen. Dein Kuss lässt mich schweben. Dein Anblick lässt mein Herz höher schlagen. Dein Dasein macht mich einfach glücklich. Schau mir ins
Gesicht und du siehst, wie egal du mir bist.
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Es war wie ein Zauber Sah dich und verliebte mich Doch jeder Zauber hat ein Ende Auch unser Zauber hatte einen Jetzt bin ich allein Kann deine Nähe nicht meht spüren Einsame Nächte ohne dich Gucke in die Sterne in der Hoffnung, dass du einer davon bist. |
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| Witze | Nach
der Hochzeit begibt sich das Paar zum Hotelzimmer.
Nervös fummelt der Mann mit dem Schlüssel herum und versucht fünf Minuten lang, ihn ins Schlüsseloch zu stecken. Seufzt die Braut: „Na, das fängt ja gut an!“ |
Drei
Männer stehen vor Gericht. Der Richter zum ersten Mann: „Was haben
Sie gemacht?“
„Ich habe einen Stein ins Wasser geworfen!“ „Das ist nicht strafbar.“ Er fragt den Zweiten: „Was haben Sie getan?“ „Ich habe geholfen, den Stein ins Wasser zu werfen.“ „Sie sind auch frei.“ Zum Dritten: „Und was tun Sie hier?“ „Ich bin Maximilian Stein." |
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| Warum
freut sich eine Blondine, wenn sie ein Puzzle nach sechs Monaten fertig
hat?
Weil auf der Packung steht: „Von zwei bis vier Jahren.“ |
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| „Euro-Rap“
Neulich ging
ich zum Frisör,
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