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Ausgabe 3/2000

Unser Besuch im Horizont-Theater
Das Theaterstück Safe
Wir trafen uns mit unsern Lehrern  um 9.30 Uhr am Ebertplatz. Als alle Schüler da waren, gingen wir zusammen zum Theater, das nur wenige Minuten vom Ebertplatz entfernt ist. Als wir im Theater ankamen, sahen wir uns erst einmal um. Es waren viele Broschüren da über das Thema „AIDS“ zum mitnehmen.
Als wir in den Theaterraum hinunter gingen, suchten wir uns alle einen Platz und setzten uns still hin. Wenige Minuten später fing das Theater „Safe“ auch schon an. Es waren vier Personen da mit Namen Said, Rita, Irene und Frau Richter. Said und Irene waren eine Beziehung eingegangen und Said hatte bei Irene übernachtet, wovon Irenes Mutter nichts wusste. An diesen Tag hatte Irene erst um 10.00 Uhr Schule und ihre Freundin Rita kam um 9.00 Uhr zum Frühstück. Irene dachte ihre Mutter sei arbeiten. Doch der Mutter war gekündigt worden und sie hatte ihrer Tochter noch nichts davon erzählt. Als Frau Richter, Irenes Mutter, den Hausputz machte, räumte sie die Wäsche von Said in die Waschmaschine. Irene war im Badezimmer und bemerkte es nicht. Irene kam aus dem Badezimmer und setzte sich auf ihren Sessel, wo sie die Beschreibung ihrer Haarfärbung las. Said wachte auf und fragte Irene, wo seine Sachen seien. Irene suchte sie im Zimmer, sie lief verzweifelt durch die Wohnung. Sie traf ihre Mutter und fragte sie, warum sie nicht arbeiten sei. Die Mutter antwortete ihr: “Ich habe heute frei und mache Hausputz.“ Irene fragte ob sie die Klamotten, die in ihrem Zimmer lagen, weggeräumt hätte und ihre Mutter sagte ihr, dass sie die Sachen in die Waschmaschine geworfen hätte. Irene fing an zu schreien und sagte: „Ich wollte die heute anziehen“. Ihre Mutter sagte: „Das ist doch nicht so schlimm, dann wirfst du sie halt in den Trockner, dann sind sie bis dahin trocken.“ Irene ging in ihr Zimmer und sagte Said, dass ihre Mutter heute nicht  zur Arbeit gegangen ist und seine Sachen in die Waschmaschine geworfen hätte, weil sie schmutzig waren. Sie schob ihn ins Bad und sagte ihm, dass er da warten soll, bis seine Sachen trocken waren. So ging er erst einmal duschen. Es klingelte und Irene sprang vom Bett auf , ihre Mutter rief, dass sie aufmachen würde. Es war Rita, Irenes Freundin. Irene war Ritas einzige Freundin, keiner wollte etwas mit Rita zu tun haben, weil sie Aids hatte.
Doch Irene wusste, dass sie sich nicht bei ihr anstecken  konnte, solange sie mit ihr keinen Geschlechtsverkehr hatte und Blut von Rita sich nicht mit ihrem vermischte. Irene erzählte Rita, dass Said bei ihr übernachtet  und sie mit ihn geschlafen hätte. Doch mit dem Kondom überziehen klappt es noch nicht so. Dann holte sie ein Kondom raus und gab es Rita, damit sie ihr zeigen konnte, wie es richtig funktionierte. Rita nahm den Besen und zog das Kondom über den Stiel und Irene nahm den Handfeger und machte es nach. In dem Augenblick kam Irenes Mutter herein. “Was macht ihr denn da?“ Irene antwortete : „Wir üben wie man ein Kondom überzieht.“ Ihre Mutter lachte, denn Irene hatte noch den Handfeger mit dem übergezogenen Kondom zwischen die Beine geklemmt. Die Mutter ging raus und sagte: „Wenn ihr fertig seid, dann werft ihr bitte die Kondome draußen in die Mülltonne.“ Said war mit dem Duschen fertig und kam ins Zimmer. Irene stellte Rita Said vor, Said und Irene guckten sich verwirrt an und Irene merkte sofort, dass da was nicht stimmte. Irene fragte sie, was los sei. Nach einer Zeit sagte Rita, dass sie was mit Said hatte, aber dass Said sie verlassen hatte, weil er nicht mit ihrer Krankheit zurecht kam. Irene war geschockt und schrie Rita an: „Wie kannst du nur mit deiner Krankheit mit anderen Geschlechtsverkehr haben?“ Dann rannte sie raus und kam nicht mehr wieder. Said wartete mit Rita auf Irene, aber Irene kam nicht mehr wieder. Said bot ihr an, sie zur Schule zu fahren, aber Rita sagte: „Ich warte noch auf Irene.“ Said fuhr dann nach Hause und wenige Zeit später kam auch Irene. Rita und Irene redeten über den Vorfall, Irene sagte ihr, dass sie mit Ritas Krankheit nicht klar käme und sie nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte. Irene sagte, dass sie im Krankenhaus war und jetzt Tabletten bekam. Dann ging auch Rita. Und das Stück war dort zu Ende.
Sabrina und Vanessa (Klasse 10 A2)

Safe!
Ein Stück zum Thema HIV/AIDS
für Menschen ab 12 Jahren
von Thomas Bleidiek

„Irene ist – ups! – mal wieder ins Fettnäpfchen getreten. Irgendetwas von positiv hat sie gesagt, ausgerechnet zu ihrer Freundin Rita. Deren Lieblingswort ist das nicht – Rita ist nämlich HIV-infiziert und noch dazu erst 17. Jugendliche und AIDS: ... Anlass für die Theatermacher waren aktuelle Berichte der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach Jugendliche zwischen 15 und 22 Jahren einen Großteil der HIV-Neuinfizierten in Deutschland ausmachen. Offenbar herrscht bei ihnen ein größerer Mangel an Information, als Eltern und Lehrer ahnen – hier setzt `Safe` an. Thomas Bleidiek enthält sich dabei jeglichen Fuchtelns mit dem pädagogischen Zeigefinger, es darf ausgiebig gelacht werden... Während sich zu Beginn in bester Screwball-Tradition die Pointen jagen, erfährt man so ganz nebenbei eine Menge über `safer sex`, Kondome und Ansteckungswege. Wenn die anfangs so selbstsichere Rita durchblicken lässt,  dass die Kämpfe gegen die Vorurteile ihr fast noch mehr zusetzen als das Virus, kommt `Safe` zu sehr ernsten Fragen. Wie weit geht die Toleranz gegenüber HIV-Infizierten wirklich, darf man ihnen das Recht auf Liebe und Sexualität einfach absprechen?...
Die jungen Zuschauer jedenfalls verließen  das Theater sehr nachdenklich.“
(Kölnische Rundschau)
 

Wir begrüßen unsere neuen Fünften
mit einem kölschen Gedicht von Armin Foxius

Tach, ihr Mädcher, Tach, ihr Junge,
ihr hat Üch he injefunge,
ihr sitt, jläuv ich, jod jelunge,
seid desweje he willkumme.

Zick nem Johr sin mir he do,
sahten flöck zor Schull he "Jo",
un och ihr, vun fähn un noh,
kott bestemp bald jot he klor.

Liehre dun mer, hann och Lenz,
mache Matte, übe Dänz,
sin vum Englisch richtje Fäns:
Sit willkumme, kölsche Pänz!

NEU - NEU - NEU
Coole Idee, Patenschaften an der UKS 

Mein Patenkind (Nico, Klasse 9c) heißt Manuel Berger (Klasse 5a) 

Ach, sind die noch klein, guck mal, wie die uns mustern. Wie reagieren sie auf uns...? 
Das sind unsere Gedanken bei der ersten Begegnung mit unseren Patenkindern am 28. 8. 2000 in der 2. Unterrichtsstunde in der Klasse 5a. Für die UKS ein neuer Versuch, neuen Schülern den Wechsel auf unsere Schule zu erleichtern. Wie kam es dazu, Patenschaften an der UKS einzuführen? Im Deutsch- und evangelischen Religionsunterricht haben wir uns mit dem Thema Patenschaft beschäftigt. Somit kamen wir auf die Idee, an unserer Schule diesbezüglich aktiv zu werden. 

Patenschaft bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Paten sind für ihre Patenkinder da. Wir wollen für die Schüler der Klasse 5a der Ansprechpartner sein. Wir möchten die Schulneulinge in ihrem Schulalltag unterstützen und bei Meinungsverschiedenheiten, die zu Streit führen könnten, schlichtend eingreifen. Wir sind sozusagen ihre „Big brothers“ und „Big sisters“. Wir wollen nur das Beste für sie, denn mit Angst eine neue Schule zu besuchen ist in unseren Augen „voll läpp´sch“. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass man am Anfang noch ängstlich und unsicher ist. Wir wollen ihnen auch viel über unsere Schule erzählen, und übrigens: Über Lehrer zu quatschen macht auch Bock. Wir können da eine ganze Menge erzählen. Unserer Meinung nach sollen sich die Fünftklässler an der UKS wohl fühlen, Spaß 
beim Lernen haben und sie sollten wissen, dass immer einer für sie da ist, wenn sie Hilfe benötigen. 

Ein gemeinsamer Ausflug ist auch schon in Planung: Welch coole Idee!

Bericht: Die neue Zeitungs-AG der Stufe 9
verfasst: 29.8.00
Klasse 5b - Unsere Klassenfahrt nach Otterndorf *
Montag - Die Anreise
Es war 7.30 Uhr, meine Koffer waren gepackt und ich wartete nur noch auf meinen Vater. Um 7.35 Uhr ist er endlich gekommen. Mein Vater hat auch einen Koffer getragen. Er hat mich zur Schule gefahren, weil ich sonst zu spät gekommen wäre. 
Dann stiegen wir in den Bus und fuhren los. 
Nach zwei Stunden haben wir eine kleine Rast gemacht. Es dauerte 20 Minuten bis wir weiterfuhren. Nach noch mal 2 Stunden sind wir endlich in Otterndorf angekommen. Die Busfahrerin hat sich an einer Kreuzung verfahren. Wir sind dann erst mal zum Rathaus gefahren. Herr Rasche ist beim Rathaus ausgestiegen, um nach dem Weg zu fragen. Dann kam er zurückgerannt und es ging weiter. Nach ein paar Minuten waren wir endlich im Zeltlager. Die Busfahrerin wusste aber nicht, wo unser Zeltplatz war. Da kam auch schon die Frau Roder auf ihrem Fahrrad angefahren und holte uns ab. Sie ist vor dem Bus hergefahren und endlich sind wir im Zeltdorf angekommen.
Zuerst wurden wir auf die Zelte verteilt. Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, haben wir uns im Großzelt versammelt. Dort gab es einen Imbiss und ein Getränk. Wir haben den Plan für die Woche besprochen.
Um 15 Uhr sind wir zum See gegangen. Einige sind Tretboot oder Kajak gefahren, andere geschwommen oder haben nur zugeschaut. Bis 18 Uhr war Freizeit, dann gab es Abendbrot. 
Bis 22 Uhr konnten wir machen, was wir wollten. Einige sind zum Büdchen gegangen, andere zum Fußballspielen. Dann war Nachtruhe.

Dienstag – Die Fahrradtour
Weil es vormittags regnete, wurde das Reiten verschoben. Wir sind spazieren gegangen oder haben in unseren Zelten gespielt. Einige sind mit Herrn Rasche ins Watt an der Elbe gegangen. Yasin und Frank haben sich im Schlamm gesuhlt. Nachher war ihnen ziemlich kalt.
Nach dem Mittagessen hatte es aufgehört zu regnen und wir haben eine Fahrradtour gemacht. Dabei wären zwei Schüler fast ins Fahrrad von Frau Roders gefahren. 
Wir sind auch durch Otterndorf gefahren und haben dort ein Eis gegessen. Abends haben wir über einem Lagerfeuer Stockbrote gebacken.

Mittwoch – Das Wattenmeer
Nach dem Frühstück sind wir mit unseren selbstgemachten Fresspaketen in den Bus gestiegen und nach Cuxhaven gefahren. Da sind wir barfuß durch das Watt gelaufen. Das war matschig und glitschig, aber toll. Wir haben Muscheln und Pierwürmer gesucht und uns mit den Füßen eingegraben.
Vom Strand mussten wir eine Stunde bis zum Hafen laufen. Dort haben wir mit einem Schiff eine Hafenrundfahrt gemacht. Die Schiffe sind vom Wasser aus gesehen viel größer. 
Dann waren wir noch kurz im Einkaufszentrum von Cuxhaven und haben Andenken gekauft.
In unserem Zeltdorf wieder angekommen haben wir dann gegrillt. Es gab Würstchen und Schnitzel mit Brot und Salat. Bis zur Nachtruhe war Freizeit.

Donnerstag – Reiten, Schwimmen und Disco
Nach dem Frühstück sind wir zum Reiten gegangen. Als wir auf der Koppel waren, war dort noch eine andere Klasse. Wir mussten noch etwas warten und eine nette Dame hat Herrn Rasche gefragt, ob wir uns setzen wollten. Alle haben „ja“ gesagt. Aber es gab ein Problem, die Bank stand im Matsch und im Pferdemist. Doch Manuela, Patrice und Herr Rasche sind zu der Bank gegangen und haben sie getragen. Herr Rasche ist in eine Pfütze getreten, aber er war tapfer und ist weiter gegangen.
Als wir dann mit Reiten dran waren, mussten immer zwei zu einem Pferd gehen. Einer durfte reiten, der andere musste das Pferd führen. David und Manuela hatten „Beulchen“. Der war schwer zu führen, aber David hat es immer wieder geschafft, ihn auf die Bahn zu bringen. Er durfte ihn dann auch alleine reiten. 
Melissa und Sissi haben auf „Sturmi“ geritten. Der blieb zwischendurch einmal stehen, weil er pinkeln musste. 
Nachmittags waren wir dann noch mal am See. Einige sind sogar gesegelt. Die meisten sind mit den Tretbooten oder den Kajaks gefahren oder waren einfach nur schwimmen. 
Der Nachmittag ging schnell um. 
Abends war dann noch eine Disco in der Turnhalle. Als die Stimmung so richtig gut war, ist der Strom ausgefallen. Nach einer Weile ging es aber weiter. Die meisten haben getanzt. 

Freitag – Der Abschied
Wir mussten um 7 Uhr schon aufstehen und unsere Koffer packen und natürlich auch die Zelte reinigen. Beim Frühstück haben wir uns Brote für die Fahrt gemacht. Um 9 Uhr sind wir losgefahren, aber vorher haben wir uns noch auf den Deich gestellt und uns von der Elbe verabschiedet.

Manuela und Melissa
* Otterndorf gibt´s im Internet unter
   www.sommercamp-otterndorf.de