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Ausgabe 03/99


Verabschiedung unseres Hausmeisterehepaars Marlies & Adolf Giesen und unserer Kollegin, Frau Erika Schlichting

Am Dienstag, dem 15. Juni 1999 fand in der Aula unserer Schule eine Feier statt. Seit Einrichtung der Ursula-Kuhr-Schule am Volkhovener Weg vor 34 Jahren waren unser Hausmeisterehepaar Giesen und Frau Schlichting dort beschäftigt. Nun war ein Programm vorbereitet worden, um ihnen in feierlichem Rahmen für ihre langjährige Tätigkeit zu danken, bevor sie den mehr als verdienten Ruhestand antreten können.
Frau Schlichting, die lange Jahre eine Tanz-AG unterrichtete, hatte es sich auch an diesem Tag nicht nehmen lassen, einen Auftritt vorzubereiten. Einige Mädchen leiteten in gewohnt guter Weise mit einigen Tänzen die Feier ein. Herr Foxius trug ein für Frau Schlichting zu diesem Anlass verfasstes Gedicht in Kölsch vor. Zu ihrer ganz besonderen Freude war Sabine W., eine ehemalige Schülerin gekommen, und tanzte mit Saba G. (jetzt 10B)  nach Klängen aus dem Musical „Phantom der Oper“. Wie so oft bei verschiedensten Auftritten der Tanz-AG z. B. in der Schulaula, im Bürgerzentrum oder bei Stadtteilfesten in Chorweiler erfreuten sie die Anwesenden mit einer Bandgymnastik. Selbstverständlich hatte Herr Foxius auch für den Abschied des Ehepaar Giesen ein Gedicht vorbereitet. Herr Bosbach von der Bezirksverwaltung war für die offizielle Verabschiedung unserer beiden Hausmeister zuständig und dankte ihnen für die langjährige Tätigkeit. Auch Frau Westphal fand Worte des Dankes für die zukünftigen Ruheständler. Herr Grieser war ebenfalls erschienen, um an die fast 20 Jahre gemeinsame Arbeit zu erinnern und dafür ausdrücklich zu danken.
Für einen „Goethe-Abend“ im Bürgerzentrum Chorweiler hatte Frau Schlichting vor einigen Wochen mit der Klasse 7c und deren Klassenlehrerin, Frau Kitzing-Fett, Tänze einstudiert (siehe UKS-Kurier 02/99). In entsprechenden Kostümen tanzten die Schülerinnen zur Freude aller ein „Menuett“.  Abschluss des Programms war ein von der Klasse 7c getextetes Lied nach der Musik des Musicals „Joseph“ „Go, Go, Schlichting – Aufwiedersehn.“
 

Ehepaar Giesen

Wann em Hervs mer liere mööch,
kütt mer nit dozo.
Drusse es d´r Düvel loss!
Nu, wat es dann do?

Adolf blös de Blädder fott,
met su nem leise Ding.
Mer hööt vum Lehrer jarnix mih.
Dä Hoff weed schön un fing.

Dä Adolf pass em Büdche op,
dat keiner do jet deit
däm Marlies, singem Augetruus,
un dat et wigger jeit

met Cola, Iis un Frikadellcher,
Weinjummi, Salino, Chips.
Dat alles hilf vill mih als Böcher,
jitt Nahrung vür dä Schülerjrips.

Wannste ens Probleme häss,
jeit mer jän zom Marlies hin.
Wat e Minütche duure sullt,
künnt dann e Veedelstündche sin.

Adolf, Marlies: Dank, ehr Zwei!
Blievt wie ihr sidd esu.
Mer danke üch met Hätz un Senn.
Jetz weed en Lunke fruh.
 

Frau Schlichting

He en Kölle am Rhing
hööt mer hück e Ding!
Dat no hundert Johre jing
vun unserm Schülche fing
Frau Erika Schlichting!

Lange Johre, Daach vör Daach,
wann mer och ens jarnit maach,
immer wor se fröh ald do,
Mond vör Mond, un Johr vör Johr.

Broht mer vör en Sitzung jet,
beim Stadtdeilfess: „Et wör doch nett!“
Immer saat se: „Jo, es klor!“
Su es se, wie se immer wor.

Danze, Höppe, Schwemme, Laufe,
Springe, Übe, noch ens Laufe,
immer wor mer en Bewäjung,
immer wor se fit un en Schwung.
Wie jesaat: Dat es e Ding!
Tschüss! un Danke!, Frau Schlichting
 
 
 
  


Beide Gedichte:
Armin Foxius 
Die letzte Sonnenfinsternis vor dem Millennium
Datum: Mon, 2 Aug 1999 14:15:52 EDT
Von: BARONETTI@aol.com
An:   uks@nt2.pce.de

Die letzte Sonnenfinsternis vor dem Millennium 
Von Antonio Brunetti, Klasse 9b

Am 11. August 1999 kommt die letzte Sonnenfinsternis dieses Jahrhunderts. Millionen von Menschen werden dieses Jahrhundertspektakel beobachten und verfolgen. Eine Sonnenfinsternis dauert in der Regel ca. 7,5 Minuten und hinterlässt ein Staunen von Stunden und Tagen. Die Länge des Kernschatten des Mondes schwankt zwischen 367000 und 379 000 km. Der Abstand der Erde beträgt ca. 357300 und 407100 km. Jetzt nur als Erinnerung. Zur totalen und absoluten Sonnenfinsternis kommt es nur wenn, der Kernschatten des Mondes auf die Erde fällt. Der Umbra (Durchmesser auf der Erdoberfläche) ist niemals größer als 268,7 km.  Wenn die Sonne und der Mond sich gegenüberstehen, so dass die Spitze der Umbra (Durchmesser auf der Erdoberfläche) die Erde nicht gerade erreicht kommt es zur einem uralten Spektakel, eine ringförmige Verfinsterung der Sonne. Es kommt auch vor, dass ein heller Ring der Sonne um die schwarze Scheibe des Mondes herum scheint. So wie das hier beschrieben ist. Die sogenannte Verfinsterung (Mondverfinsterung, Sonnenverfinsterung) passiert nur einmal in mehreren tausend Jahren, normalerweise   dauert eine Verfinsterung etwa drei Minuten, die oben beschriebenen 7,5 Minuten passieren kaum. Am Anfang einer Verfinsterung, fängt der Mond etwa eine Stunde vorher an, sich scheinbar entlang der Sonnenscheibe zu bewegen. Allmählich nimmt die Leuchtkraft der Sonne ab, und langsam wird es auf dem Lande dunkel. Dann ist nur noch der Mond hell. Gegen Ende der Finsternis werden die Bailysche Perlen sichtbar.  Die Restleuchtkraft der Sonne wird weitergehend von der Korona der Sonne erzeugt. Vor und nach der Sonnenverfinsterung kann ein auf einem Berg oder in einem Flugzeug befindlicher Beobachter den Mondschatten wie einen flüchtigen Wolkenschatten entlang der Erdoberfläche ostwärts wandern sehen. 

Wenn man diesen Bericht gut durchliest erkennt man, dass die bevorstehende 
Sonnenfinsternis am 11.08.1999 ein Millennium Ereignis ist. Man darf das auf keinen Fall verpassen, Radio, Fersehen und die Presse informieren einen sehr 
gut, aber wem das zulange dauert kann unter diesen Adressen

http://www.sonnenfinsternis1999.de
http://www.wissenschaft.de/bdw/sofi99
http://www.astroinfo.org/eclipse/
http://www.planetarium-laupheim.de/sofi/ah_en.html
sich noch mal über dieses Ereignis informieren. Vorbei schauen lohnt sich!
Wir begrüßen ganz herzlich
unsere neuen 5. Schuljahre!
Yasmina, Klasse 6b, schreibt ein Gedicht in Anlehnung an das Gedicht 
"Wenn ich eine Wolke wäre" von Mascha Kaléko
Wenn ich eine Wolke wäre,
ziehe ich nach Land und Meer,
Aus dem Wald kommt der Bär, 
Der Vogel ist auf dem Baum,
das ist kein Traum,
Frag das Reh,
das liegt im Schnee.
"Pips" ruft der Spatz,
sitzt fröhlich auf dem Ast.
"Miau" schreit die Katze 
und leckt sich die Tatze.
"Wau" bellt der Hund
und kratzt sich den Mund.
Das sah ich von oben, von weiter Ferne-
Nachts leuchten die Sterne.
Ich schwebe weiter in die Stadt hinein,
oh, richtig fein.
Die Kinder lachen und machen sich nichts draus,
aber gucken vom Fenster raus.
Ich fliege weiter, es ist ganz still - was ich jetzt wohl will ?
"Heiße Schokolade",
"Mhm", schade!
"Bananeneis, das macht mich heiß!"
Ich weiß nicht, was!
So ein Scheiß - wenn ich es nur weiß
dann sag ich es -
bloß jetzt schweb´ich erst mal fort
zu einem andern Ort.

Verabschiedung unserer Schulsekretärin Doris Leuschner

29 Jahre - Monat für Monat, Woche für Woche - Tag für Tag, nun aber war das Ende ihrer langen Berufstätigkeit gekommen! 29 Jahre hatte Doris Leuschner ihre Aufgaben als Sekretärin an unserer Schule erfüllt, und nicht nur das. Sie war für uns alle, für Schüler, Eltern, Kollegen und Schulleitung, mehr als eine Sekretärin. Das machten die vielen Dankesworte anlässlich ihrer Verabschiedung am 27. August 1999 in der Aula unserer Schule sehr deutlich.
Dem Anlass angemessen war eine Abschiedsfeier für sie vorbereitet worden. Die Klasse 7 a begann mit Goethes Gedicht "Der Erlkönig" und untermalte den Vortrag mit Folienbildern. Die beiden Schulsprecher dankten mit einem kleinen Gedicht und überreichten ein geklebtes Bild, auf das alle Schüler ihre Namen geschrieben hatten. Ein schöner Blumenstrauß folgte, es sollte nicht der letzte an diesem Tag sein. Danach  trat die Tanz-AG mit Schülerinnen aus verschiedenen Klassen auf, die ihren Beitrag selbst einstudiert hatten. Im Goethe-Jahr durfte anschließend "Der Zauberlehrling" nicht fehlen, den die Klasse 8 b vortrug. Heidi Römer sprach für das Kollegium die Dankesworte an Frau Leuschner. In gewohnter Anmut und Qualität trug auch Saba, Schülerin der 10 B, mit einem Tanz zum Gelingen der Abschiedsfeier bei. Frau Westphal, unsere Konrektorin, dankte der sich Verabschiedenden für lange Jahre guter Zusammenarbeit. Wenn auch sicherlich jeder der Anwesenden Frau Leuschner ihren verdienten Ruhestand gönnt und ihr alles Gute wünscht, so war dennoch ein wenig Wehmut und Traurigkeit in dieser Stunde des Abschieds zu bemerken. Wie könnte es auch anders sein nach so langen Jahren gemeinsamer schulischer Arbeit und manch gemeinsam verbrachter fröhlicher Stunden anlässlich von Feiern oder sonstigem geselligem Beisammensein. Fast selbstverständlich hatte es sich Herr Foxius nicht nehmen lassen, für Frau Leuschner ein Gedicht vorzubereiten, das er zum großen Vergnügen aller Anwesenden humorig vortrug. Dann dankte Herr Grieser seiner ehemaligen Sekretärin für die fast 20 Jahre der gemeinsamen Arbeit. Er hatte auf das Geburtsdatum von Frau Leuschner zurückgegriffen, mit Hilfe der Astrologie eine Schicksalszahl ausgerechnet, um damit Aussagen über die zukünftige Ruheständlerin machen zu können, die ebenfalls sehr zur Erheiterung aller beitrugen.

Abschließend ergriff Doris Leuschner selbst das Wort, erinnerte sich an ihre eigene Schulzeit, an das Auswendiglernen von Gedichten, dankte den Anwesenden und vielen Abwesenden für die vergangenen Jahre und  zeigte sich erfreut über den schönen Abschied, bevor sie alle zu einem vorbereiteten Essen ins Lehrerzimmer einlud.

vh
Für Doris

Schwuppdiwupp! Schon früh am Morgen,
wenn andre sich ums Make-up sorgen
biegt die Doris auf den Platz
und beginnt dann ihre Hatz.
Langer Flur, links, rechts ein Lokus,
dann der Medienhokuspokus,
Ritas Zimmer, dann Aha:
da ist die Schaltzentrale ja!

Türen, Fenster auf, und lüften,
vorwärts dann zu Kaffeedüften,
Tasse, Brötchen, Spiegelblick:
alles quick, schick, ohne Trick.
"Nee, was hab´ ich schöne Beene!
So wie meene gibt´s hier keene!"
Tja, man muss was für sich tun,
für Komplimente nicht immun.
Im Zweifel muss man selbst sich loben.
Topp von unten bis nach oben.

Schüler werden angemeldet.
"Kreide, Schwamm, nicht mehr bei mir!"
Wer sich höflich an sie wendet,
keinem weist sie dann die Tür.
"Hände aus der Hosentasche!"
"Kappe ab! Weg mit der Flasche!"
"So jetzt bin ich für dich da!"
"Lächel mal! Na? Alles klar!"

Horst und Frank sind Training nur
für die Schlacht Volkhovner Weg.
Ruft Braunisch "Chefin!" über´n Flur,
ist das ein Triumph-Beleg.

Lehrer-Tassen sind stets dreckig,
Tische grad´ bei Lehrern fleckig.
Doris schimpft, dreht sich dann um:
"Kümmert euch mal endlich drum!"
Doris kümmert sich um vieles,
was zu tun ist, und auch dieses,
was sie so entschieden will,
drückt sie durch mit eignem Drill.

Liebe Doris! Kurzer Sinn
langer Rede: s´ ist dahin
eine schöne, tolle Zeit.
Aber: Pulheim ist nicht weit!  


Armin Foxius