Das Projekt „Praxisstationen“

Das Projekt hat das Ziel der vorberuflichen Qualifizierung von Schülerinnen und Schülern. Grundidee ist die praktische Unterweisung von Schülerinnen und Schülern an konkreten Projekten in den Schulen durch Meister und Auszubildende externer Handwerksbetriebe. Dabei werden Module des ersten Ausbildungsjahres aus verschiedenen handwerklichen Berufen angeboten. Der Zeitrahmen für ein Praxismodul beträgt übers Schuljahr etwa 80 bis 100 Zeitstunden. Die beteiligten Schulen stellen einen Ansprechpartner bereit und sorgen für die organisatorische Betreuung ihrer Schülerinnen und Schüler.

Seit dem letzten Schuljahr nehmen zehn Kölner Hauptschulen an dem Projekt mit unterschiedlichen Gewerken teil. An der Ursula-Kuhr-Schule wird das Projekt im Berufsfeld Garten- und Landschaftsbau mit Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichsten Jahrgangsstufen umgesetzt. Ein ehemaliger Schüler der UKS, der inzwischen seine Ausbildung zum Gärtner erfolgreich absolviert hat und im elterlichen Betrieb arbeitet, unterweist unsere Schülerinnen und Schüler. Diese sind mit Feuereifer bei der Sache und natürlich auch viel eher bereit, von einem „Peer“, der auch selbst mit Hand anlegt, – bisweilen durchaus deutliche – Anweisungen entgegen zu nehmen als von einem Lehrer. Und das gerade macht den Charme des Projektes aus.

Für die UKS sind besonders folgende Aspekte von Belang:

  • Das berufliche Umfeld weist viele Gartenbaubetriebe und Gärtnereien auf.
  • Das Projektergebnis ist für alle konkret erleb- und sichtbar und besitzt damit ein hohes Identifikationspotential.
  • Aufgrund ihrer räumlichen Situation kann die UKS auf absehbare Zeit kein entsprechendes Indoor-Angebot für Praxisstationen bereitstellen.
  • Das Projekt kann ein Startschuss für eine Vielzahl von weiteren Projekten sein, sowohl auf dem Schulgelände der UKS als auch extern, z.B. mit der Pflege der Gräber der Ursula-Kuhr (Südfriedhof) und dem Grab der Schülerinnen und Schülern auf dem Friedhof Volkhoven/Weiler. Auch eine Schülerfirma könnte daraus entwickelt werden.

Beiträge der Projektpartner

Bei der Umsetzung des Projektes an der UKS können die Partner einbringen:

ConAction e.V.:

  • Werkzeuge und Arbeitsmaterialien
  • Kontakte zu Unternehmen, Innungen und Verbänden
  • Aufwandsentschädigung für die beteiligten Betriebe von ca. € 1000,- p.a. (steuerfrei)
  • Bereitstellung der theoretische Unterrichtsmodule
  • Unterstützung bei Förderanträgen bei potentiellen Unterstützern, z.B. Partner für Schule

Ursula-Kuhr-Schule:

  • Beaufsichtigung der Schülerinnen und Schüler
  • organisatorische Betreuung
  • schulinternen Projektkoordinator
  • Kontakt zu Unternehmen
  • Einbeziehung von Eltern in die Beaufsichtigung

Köln, 5. März 2008

Dr. Bernhard Meyer