Ab der Stufe 8 finden regelmäßige Beriebs- und Berufserkundungen statt.

Das geschieht z.B. auf dem GIRLSDAY, auf Ausbildungsmessen, im überbetrieblichen Ausbildungszentrum Butzweilerhof, in einem ersten Schnupperpraktikum, bei Besuchen von Trägern berufsvorbereitender Maßnahmen und bei besonderen Aktionen mit einzelnen Firmen.

Beispiele: Braunkohlentagebau und Bäckerei Kraus

Schnuppertag in der Metallwerkstatt
des Bildungszentrum Butzweilerhof der Handwerkskammer zu Köln am 27.09.2006

Am 27. September 2006 war es mal wieder soweit: 13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 konnten in der Metallwerkstatt einen Kerzenständer bauen. Der Meister Herr Peters erklärte die ersten von mehr als einem Dutzend notwendigen Arbeitsschritten und dann durften alle loslegen.

Denis berichtet:
„Zuerst haben wir auf ein Stück Aluminium die Form eines Trapezes aufgezeichnet. An jedes Ende wurden zwei Kreisbögen gezeichnet. Danach wurde die Form ausgeschnitten und glatt gefeilt. Dann haben wir das Metallstück an beiden Enden rund gebogen. So entstand eine S-Form. Dann haben wir noch aus einem Aluminiumquadrat einen Kerzenteller hergestellt, den wir auch rund schneiden und feilen mussten. Der wurde dann auf den Ständer geschraubt und der Kerzenhalter war fertig.“ Besonders gefallen hat ihm, „dass wir fast alles allein machen durften“.

Auch Dilan kann die verschiedenen Arbeitsschritte noch genau beschreiben:
„Wir haben aus Aluminium einen Kerzenständer gemacht. Wir haben ein Trapez auf ein Aluminiumblech gezeichnet, dass wir dann ausschneiden und feilen mussten. Dann wurde das Trapez an beiden Enden umgekehrt rund gebogen. Aus einem Quadrat haben wir noch einen runden Teller geschnitten, wieder gefeilt und dann auf ein Rohr gelegt und gehämmert. Danach wurde der Teller mit einer Schraube an der einen runden Seite befestigt. Die Schraube wurde noch spitz gefeilt, damit man die Kerze darauf aufpieksen kann. Gearbeitet haben wir mit Schraubenzieher, Anschlagwinkel, Anreißlineal, Körner, Hammer, Bohrer, Schneidemaschine.“

Obwohl der praktische Tag deutlich länger dauerte als ein normaler Schultag, fanden ihn fast alle Schülerinnen und Schüler „super“ und hoffen darauf, beim nächsten Mal wieder mit dabei zu sein und ein anderes Gewerk kennen zu lernen.

Ein Schnuppertag im Bildungszentrum Butzweilerhof der Kölner Handwerkskammer

Die Schnuppertage im Bildungszentrum der Handwerkskammer sind seit einigen Jahren fester Bestandteil der berufskundlichen Aktivitäten an der UKS. Hier können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 in kleinen Gruppen von circa 15 Teilnehmern unter der Anleitung eines erfahrenen Ausbilders jeweils ein Gewerk durch praktische Tätigkeit kennen lernen. Am 5. Mai 2005 war es wieder soweit: 14 Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 8 durften einen ein Meter hohen Mauerwinkel aus Kalksandsteinen in Mörteltechnik errichten. Der Meister Herr Wirtz gab die nötige Einführung und dann ging es los.

Bericht von Sonja und Irene:

Um 9.00 Uhr waren wir schon alle da. Herr Wirtz erklärte uns als erstes, was wir machen sollten und wie wir es machen sollten. Und zwar mussten wir eine Mauer bauen. Damit fingen wir um 10.00 Uhr an. Um die Mauer bauen zu können, brauchten wir einen Zollstock, eine Wasserwaage, einen Bleistift sowie Steine und Zement. Unsere erste Aufgabe war eine erste Steinschicht zu setzen.. Zwischendurch mussten wir immer wieder die Höhe messen und gucken, ob alles gerade ist. Um 10.30 Uhr hatten wir die erste Pause. Dann mussten wir weiter arbeiten bis zur zweiten Pause um 12.30 bis 13.00 Uhr. Um 14.00 Uhr waren wir fertig, dann mussten wir alles wieder abreißen und sauber machen. Um 15.30 Uhr waren wir fertig und durften nach Hause gehen.

Bericht von Zülfiye und Kamber:

Der Herr Wirtz hat zuerst uns alles erzählt, was ein Maurer alles macht, und mit welchen Werkzeugen wir arbeiten. Dadurch haben wir gelernt, welche Werkzeuge wir brauchen. Danach haben wir angefangen und es selbst versucht. Wir wurden aufgeteilt: Es durften nur zwei Leute zusammen arbeiten. Wir fanden es leicht. Nur musste man vorsichtig und sorgfältig arbeiten. Wir waren als erste fertig. Die Mauer sollte ein Meter hoch sein und das haben wir geschafft.

Am 5. Mai waren wir mit Herrn Dr. Mayer im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Butzweilerhof. Dort zeigte uns Herr Wirtz, wie man mauert. Herr Wirtz war unser Betreuer Er hat uns vor dem Mauern alles ausführlich erklärt. Als erstes erklärte er uns, wie man mit einer Wasserwaage arbeitet. Er zeigte uns auch, welche verschiedenen Kellen und Maurerhammer es gibt. Genau erklärte er auch, wie man den Untergrund eben macht. Jede Gruppe hatte einen Platz zum Mauern. Ich habe mit Konrad zusammen gearbeitet. Jede Gruppe bestand aus 2-3 Schülern. Herr Wirtz hat uns Zollstock, Kelle, Mauerhammer, Bleistift, Wasserwaage und einen Spachtel zur Verfügung gestellt. Er hat uns auch viele Kalksandsteine gegeben. Die Steine waren ca. 25 x 14 cm groß, die Fugen betrugen 1 cm. Konrad und ich begannen mit dem Mauern um 9.30 Uhr und arbeiteten bis 12.00 Uhr, dann hatten wir Pause. Die Kalksandsteinmauer war 14 cm breit und 25 cm lang. Konrad und ich brauchten ungefähr 4 Stunden, um die Mauer fertig zu machen. Als wir nach 4 Stunden fertig waren, war unsere Mauer am höchsten. Es sollten eigentlich 1 m sein, aber wir haben bis 1,45 m gemauert. Die Mauer war aus Sandkalkstein gebaut, dazu der Mörtel aus Sand, Zement und Wasser. Am Ende machten wir noch einige Fotos. Aber von der Digitalkamera war die Batterie leer, deshalb konnten einige Fotos nicht gemacht werden. Wir durften am Ende die Mauer einreißen und die Kalksandsteine sauber machen, d. h. den alten Mörtel von den Steinen entfernen. Diese mussten wir dann ordentlich auf eine Palette stapeln.

Es hat an diesem Tag sehr viel Spaß gemacht. Wir haben sehr vieles dazu gelernt. Es war so wie ein tägliches Praktikum. Wir bedanken uns alle bei Herrn Wirtz und Herrn Dr. Mayer.

Tamer B., Markus W., Konrad Z., 8b

 

Betriebsbesichtigung in der Bäckerei Kraus
Ein Besuch im Braunkohlen-Tagebau