Das einwöchige Schnupperpraktikum
Nach den guten Erfahrungen mit dem Schnupperpraktikum der 8. Klassen während der Projektwoche im November 1999 wurde auch für die nachfolgende Stufe ein einwöchiges Praktikum organisiert und durchgeführt. Die Schüler suchten mit Hilfe der Klassenlehrer, Bekannten oder Verwandten einen Betrieb, in dem sie am Praktikum teilnahmen. Wieder konnten wir die Erfahrung machen, dass viele Firmen sofort und gern bereit waren, unseren Schülern während eines Kurzpraktikums einen ersten Einblick in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Die meisten unserer Schüler waren danach von den Erfahrungen in den Betrieben sehr angetan und berichteten begeistert über die Praktikumszeit. Aber auch aus den Betrieben bekamen wir sehr viel positive Rückmeldungen zum Schnupperpraktikum. Einige Schüler sollen nun selbst mit kurzen Berichten über ihre Erfahrungen in den Berufen Einzelhandelskauffrau, Frisöse, Arzthelferin, Kauffrau oder KFZ-Mechaniker zu Wort kommen.
Am Donnerstag, 14.9.2000, bin ich mit Frau B. zum Großmarkt gefahren. Morgens um 5.15 Uhr wurde ich von Frau B. abgeholt, dann fuhren zur zum NBV, d. h. Neußer-Blumen-Verkauf. Dort zeigte mir Frau B., wo die Blumen stehen, und wo sie nachher hin gebracht werden, wenn man sie gekauft hat. Ich fotografierte die einzelnen Stellen. Anschließend haben wir gefrühstückt. Nachdem wir fertig waren, zeigte mir Frau B., wie man Blumen ersteigert. Man hat einen Hörer, einen Schalter und einen Knopf. Den Knopf hat man zum Drücken, den Hören, um mitzubekommen, wie die Blumen verkauft werden und wie viel noch da sind. Den Schalter sind für jedes Band. Dann kann man auf Band 1 hören, zu welchem Preis die Rosen verkauft werden, auf Band 2, wo die Topfpflanzen verkauft und auf Band 3, wo allgemein Blumen verkauft werden. Um 7 Uhr ging es los. Dann sah man, wie die Leute wild darauf los gedruckt haben, um die Blumen zu kaufen. Für wie viel DM die Blumen weg gingen, sah man auf der Tafel. Um 9 Uhr war für 15 Minuten Pause. Da bin ich mit Frau B. gucken gegangen, ob die Ware da ist. Nach der Pause kauften wir noch etwas Grünzeug und räumten die Ware in den Wagen, räumten die Karren weg und fuhren zurück zum Blumenladen Dort räumten wir alles aus. Danach hatte ich für den Rest des Tages frei. Und ich war so müde!
Judith


Als ich morgens in den Edeka-Activ-Markt kam, war ich noch sehr verschlafen. Dann hat der Herr R. mich gefragt, ob ich Lust dazu hätte, den Yoghurt und die Puddingtheke ein- und auszuräumen. Ich sagte „Ja“ und räumte den Pudding ein. Plötzlich fielen mir zwei Stück herunter. Dann meinte Herr R. zu mir, dass es nicht schlimm sei, da das jedem passieren könne. Danach hatte ich ein schlechtes Gewissen und Angst, dass es mir vielleicht noch einmal passieren kann. Na, ja, Hauptsache ist aber, dass es mir im Praktikum gefallen hat!

Alexandra


Am Donnerstag räumte ich, als ich ankam, die Handtücher ein. Danach musste ich die Flaschen nachfüllen und einräumen. Später kam eine Frau, sie wollte Strähnchen haben. B. hat mir dabei geholfen. Später kam Frau H, sie machte ein Interview mit mir und Herrn W.. Danach Hat Herr W. begonnen, mir einen komischen Zopf zu flechten. Dann hat B. weiter gemacht. Das war sehr kompliziert. Am Ende sah das schön aus. Frau H. machte auch Fotos. Als sie ging, kam eine Frau. Ich habe ihr die Haare gewaschen und ihr ein Handtuch umgebunden. Ich machte einer Frau auch ein Handmassage.

Sandra


Heute, am 12.9.2000, war mein erster Tag. Es war sehr spannend. Ich durfte schon Wickler aus den Haaren drehen. Ich habe die geschnittenen Haare weg gekehrt. Ich brachte den Kundinnen Kaffee. Das Ganze wiederholte sich. Am 13.9. durfte ich den Kundinnen die Kittel über die Schulter legen und die Termine aufschreiben. Am 14.9.200 war ich an der Kasse dran. Ich durfte ans Telefon und musste Folgendes sagen: “Ja, guten Tag, hier bei Necol!" Am 15.9. war es am schönsten. Ich habe einer Dame die Haare getönt in der Haarfarbe braun und anschließend durfte ich die Haare waschen. Ich hätte sie beinahe geduscht. Am letzen Tag habe ich mich blamiert. Ich habe einer Kundin einen Kaffee angeboten und dazu gesagt: "Möchtest du einen Kaffee?" Meine Chefin hat sich krankgelacht.

Caklin


Mein besonderer Tag war am Donnerstag, 14.9.2000, weil wir an diesem Tag viel zu tun hatten. Erst sind die Lieferungen gekommen und wir mussten die Medikamente in die Schränke räumen. Später, als ich die Medikamente eingeräumt hatte, musste ich die Patienten ins Wartezimmer rufen. Danach musste ich die Patienten, die ich gerufen habe, vom Wartezimmer in die Zimmer verteilen. Ich musste EKG machen. Nach einer halben Stunde habe ich einer Patientin Blut abgenommen. Nach einer weiteren Stunde habe ich dem Doktor geholfen. Mit meinem Doktor haben wir die kranken Leute untersucht und Spritzen gegeben. Das war es für diesen Tag. Es war der schönste, interessanteste Tag für mich.

Seknur


Ein ganz normaler Tag war für mich am 12.9.2000. Es war ein Dienstag. Da sollte ich Aufträge ausfüllen, drucken, kopieren, faxen. In der Pause ging ich zur Tankstelle und zurück und um 15.30 Uhr nach Hause.

Dilek


Ich habe zuerst den Reifen abgebaut und wieder dran gemacht. Danach habe ich Öl abgelassen und neues nachgefüllt, den Ölfilter erneuert, danach die Waschanlage gefüllt und Kühlwasser aufgefüllt, danach gekehrt. 

Tim
Am 12.9.2000 habe ich wie immer den Bus um 7.30 Uhr genommen. Gegen 8.15 Uhr war ich in der Werkstatt. Als erstes hab ich mich umgezogen. Als nächstes begrüßte ich die anderen in der Werkstatt. Mein Betreuer und Kollege sagte mir, dass ich den Ölfilter wechseln und den Luftdruck in den Reifen messen solle. Nachdem ich das erledigt hatte, sollte ich das Heck von einem Audi A 8 polieren. Anschließend habe ich die Wischerblätter gewechselt. Außerdem habe ich das Kühlwasser und das Öl gewechselt. Danach hatte ich eine halbe Stunde Pause. Jetzt konnte ich an einem Imbisstand etwas zu essen holen. Als die halbe Stunde vorbei war, ging es an einem VW weiter. Gegen 13.30 Uhr musste ich einen ganzen Wagen polieren, und das ging ganz schön in die Hände. Als ich fertig war, habe ich die Luft und das Öl geprüft. Um 14.30 Uhr hatte ich eine Stunde Pause. Um 15.30 Uhr habe ich den Motor gestartet, um festzustellen, ob das Abgas im normalen Zustand ist. Um 16.30 Uhr hatte ich Feierabend. Mir hat das Praktikum sehr gefallen.
René
Um 6.30 Uhr bin ich aufgestanden. Mit dem Bus fuhr ich bis Chorweiler, danach mit der Bahn weiter. Um 7.40 Uhr war ich in der Firma und habe mich umgezogen. Als erstes musste ich Schrauben von den Reifen abmachen und neue Schrauben drauf machen. An den Autoscheiben erneuerte ich die Wischerblätter. Ich musste die Reifen der Autos aufpumpen  und auch das Ersatzrad/Reserverad. Sie zeigen mir, wie Öl gewechselt wird. Danach musste ich das allein machen. Anschließend durften wir 30 Minuten Pause machen. Ich musste vom Lager Ölfilter holen und sie festmachen. Die Reifen prüfte ich und stellte fest, ob alles o. k. ist. Die Wischerblätter erneuerte ich vorn und hinten an den Scheiben. Danach war eine Stunde Pause und wir durften uns in der Frittenbude etwas zu essen kaufen. Anschließend erneuerten wir einen Auspuff und mussten Öl wechseln. Danach wurde eine Inspektion gemacht. Eine neue Batterie wurde in das Auto gelegt. Mit einer Bohrmaschine machte in an den Reifen Schrauben ab und brachte neue an. Ich wechselte Felgen und warf die alten in die Mülltonne. Die Ölfilter wurden kontrolliert, ob alles o. k. ist. Auch Bremsflüssigkeit und Scheibenwischer wurden kontrolliert. Danach haben wir den Motor gewechselt. Anschließend montierten wir Vorderräder und brachten neue an. Um 16.00 Uhr waren wir fertig und hatten frei. Ich habe mich angezogen und ging nach Hause. Ich war um 17.30 Uhr dort.
Murat

Verantwortlich: Veronika Heck